Übersicht:
Startseite
Schule
Pädagogische Konzepte
Ganztagsschule
Beruf(swahl)orientierung
Jugendsozialarbeit
Schulsport
Klasse(n) Aktionen
Bildergalerie
Ehemalige Schüler
  Presse
Nachrichten
Alle Termine (Übersicht)
Gästebuch
Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserzieher
Impressum
 
Volksschule Veitshöchheim -Mittelschule-

Presseberichte über die Arbeit an unserer Mittelschule aus der "Mainpost"

 

 

14.07.2011

Fünftklässler wählen ihr eigenes Instrument

Musik ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, ist Martha Winter überzeugt. Die Konrektorin der Veitshöchheimer Mittelschule startete in Kooperation mit Dorothea Völker, der Leiterin der Musikschule Veitshöchheim, ein besonderes Projekt, in dem die Fünftklässler durch eigenes musikalisches Tun Zugang zu einem Musikinstrument finden sollen. Einbezogen ist im Fach Trompete auch der Musikverein Veitshöchheim.

Das Projekt findet im regulären Musikunterricht der Mittelschüler statt, die Instrumente stellen die Musikschule und der Musikverein gegen Zahlung eines geringen Pauschalbetrages. Damit alle Schüler mitmachen können, fördert der Förderverein der Mittelschule einige Kinder.

Nach der Vorstellung verschiedener Musikinstrumente durch die Musikschullehrer konnten die Schüler selber ausprobieren und sich dann für ein Instrument entscheiden. Die meisten Kinder hatten bis dahin noch nie ein Instrument in Händen gehabt und zeigten eine große Experimentierfreudigkeit. Im zweiten Schritt erhielten Fünftklässler Gruppenunterricht in ihrem gewünschten Instrument. In der nächsten Phase spielten aller Kinder gemeinsam in einem richtigen kleinen „Orchester“. Eigens für diese Gruppe arrangierte Völker zwei Stücke.

Und bislang sind alle Schüler begeistert dabei. Keiner brach den Instrumentalunterricht ab.

Was sie dabei gelernt haben, wollen die Kinder am 22. Juli beim Schulfest der Mittelschule zeigen.

 

23.05.2011

„Mädchen vor, noch ein Tor!“

(fussball.jpg; 71 kB)
An der Kampagne „Team 2011“ des Deutschen Fußballbundes beteiligt sich auch die Veitshöchheimer Mittelschule in Kooperation mit dem Sportverein Veitshöchheim (SVV). Um die Vorfreude auf die am 26. Juni beginnende FIFA Frauen Fußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland zu wecken, riefen Schulleiter Otto Eisner und seine Sportlehrerin Ingrid Wiesmann zu diesem Zweck zunächst bis Ende des Schuljahres die Schul-Arbeitsgemeinschaft „Mädchenfußball“ ins Leben, an der freiwillig alle Mädchen der fünften bis zur zehnten Klasse teilnehmen können. Vom DFB gab es dazu bereits einen Ball und für die Mädchen DFB-T-Shirts.

 

Der SVV erhofft sich, dass durch diese Aktion bei den Mädchen der Mittelschule nicht nur die Begeisterung für den Fußball geschürt und gemeinsam auf das tolle Ereignis eingestimmt wird, sondern es auch gelingt, Mädchen zum Fußballverein zu bringen und so Nachwuchs für den Frauenfußball zu gewinnen. Vereinbart wurde, dass einige Trainer des SVV zu Übungsnachmittagen in die Schule kommen.

Fantücher

Als erste Aktion stand jedoch eine Mal-Aktion auf dem Programm. So entwarfen die Siebtklässlerinnen ein großes Fantuch, das die Aufschriften „Mädchen vor, noch ein Tor! Holt Euch den Pokal!“ ziert. Auch die Fußball-Juniorinnen des SVV kreierten zur Frauen-WM 2011 ein solches.

Sportlehrerin Wiesmann ist guter Hoffnung, die Fußball-Schul-AG auch ohne SVV-Trainer im neuen Schuljahr weiterführen zu können.

 

17.04.2011

Autowerkstatt nur für Männer?

(GirlsdayAutohausKeller1Web.jpg; 158 kB)
„Hier in der Werkstatt arbeiten ja nur Männer und keine einzige Frau,“ hatte Muriel aus der Klasse 7a der Mittelschule Veitshöchheim zu Beginn ihres eintägigen Praktikums im Autohaus Keller gleich erkannt.. Am bundesweiten Girls´Day nutzte sie die Möglichkeit, in einen der sogenannten MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik)-Berufe hineinzuschnuppern, die immer noch eine Männerdomäne sind.

Roland Hoier vom Autohaus Keller aus Veitshöchheim unterstützte das Anliegen der Schule, Mädchen für technische Berufe zu begeistern, indem er für Muriel und vier ihrer Mitschülerinnen Praktikumsplätze zur Verfügung stellte.

 

Die Mädchen bekamen nicht nur einen Überblick über die Berufe, die im Autohaus ausgeübt werden können, sie konnten auch unter Anleitung eines Mechatronikers berufstypische Tätigkeiten in der Reparaturwerkstatt praktisch erfahren. Auch wenn der lange Arbeitstag und das viele Stehen für die Schülerinnen ungewohnt und anstrengend war, waren sie doch  von dem etwas anderen Schultag begeistert.

Auch Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Mittelschulleiter Otto Eisner und Theresia Öchsner von der Kompetenz-Werkstatt an der Schule ließen es sich nicht nehmen, in die Werkstatt des Autohauses Keller zu kommen, um Roland Hoier für seine Beteiligung am Girl's Day zu danken.

 

17.04.2011

Jungs schnuppern in Pflegeberufe

(boys.jpg; 54 kB)
Den Girls' Day, Schnuppertag für Mädchen in Männerberufen, gibt es schon länger. Doch wo bleibt da die Gleichberechtigung für Jungs? 20 Jungen der Mittelschule Veitshöchheim besuchten zum Boys' Day die Seniorenwohnanlage am Hubland – um den meist von Frauen ausgeübten Pflegeberuf kennenzulernen.

„Ich hätte nie gedacht, dass es so anstrengend wird“, wie Niko Seitz hatten viele der Schüler aus Veitshöchheim, Güntersleben, Thüngersheim, Zell und Erlabrunn ein völlig falsches Bild vom Beruf des Altenpflegers. Dieses Bild änderte sich während des Besuchs. Die Schüler sprachen mit den Senioren der Wohnanlage, backten und machten mit ihnen Butter, spielten Gedächtnisspiele, bezogen mit ihnen Betten.

Sie erlebten, in Gruppen aufgeteilt, viel Freude bei und mit den betagten Menschen, aber auch nicht so positive Emotionen: „Als wir beim Essen jemanden gefüttert haben, hat er angefangen zu heulen“, sagte Tobias Schaumann über die Verunsicherung eines der Heimbewohner angesichts des ihm unbekannten Besuches. Doch genau diese Nähe war nötig. Denn so merkten die Jungs, dass Pflegeberufe vielseitig und interessant, aber auch anstrengend sind.

Diplom-Pflegewirt Arne Ewert von den Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg informierte die Schüler über Berufsfelder, Alltag und Aufstieg in der Altenpflege. Organisiert wurde der Boys' Day Theresia Oechsner (Handwerkskammer Service GmbH) und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Gabi Rottmann-Heidenreich.

 

13.04.2011

Deutsche Bahn stellt Weichen für Schüler der Mittelschule Veitshöchheim

(Betriebsbesichtigung-Deutsche-Bahn-klein.jpg; 231 kB)
„Ist ja toll, wie viele Berufe man bei der Deutschen Bahn lernen kann", sagt verblüfft die 13jährige Jessica. „Es war spannend zu sehen, wie die Menschen hier arbeiten und welche Verantwortung sie tragen“, resümiert ihr Klassenkamerad Thomas. „Hier werde ich mich später bestimmt bewerben“ zeigt sich Matthias beeindruckt.

Ähnlich wie diese drei äußerten sich viele ihrer Mitschüler der Klassen 7a und 7b der Mittelschule Veitshöchheim. Sie durften bei einer Betriebsbesichtigung hinter die Kulissen des größten europäischen Mobilitätskonzerns blicken, der mit mehr als 25 Berufen und über 8000 Auszubildenden  zu den größten Ausbildern in Deutschland gehört. Neben den Verkehrsberufen und gewerblich-technischen Berufen zählen dazu auch kaufmännische und IT-Berufe.

Wie eine solche Berufsausbildung bei der Bahn in der Praxis aussieht, erläuterte aus erster Hand die gewerblich-technische Auszubildende Sandra Glas. Im Anschluss daran konnten die Schüler mit ihren Lehrern Björn Arnold und Bernhard Möller das Zentralstellwerk Würzburg und einen Turmtriebwagen besichtigen.

Der praxisorientierte Besuch der beiden siebten Klassen ging im Rahmen der im Juli 2010 unterzeichneten Schulkooperation zwischen der Deutschen Bahn und der Mittelschule Veitshöchheim über die Bühne. Diese ermöglichte zuvor bereits individuelle Praktika sowie das Sommerprojekt „Elektrotechnik“ am Standort Würzburg. Zudem fanden mehrere Gesprächsrunden mit dem Standortleiter und Schulpaten Dieter Bulla und Johann Steinlein, dem Personalleiter des Betriebsstandortes Würzburg statt.

Auf Veitshöchheimer Seite wird die Kooperation von der Leiterin der HWK-Kompetenzwerkstatt an der Mittelschule Veitshöchheim Theresia Öchsner betreut, die alle Schüler ab der Phase der ersten Berufsinformation bis hin zur Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche engmaschig begleitet.

 

15.03.2011

Ein spannendes Betätigungsfeld

(p1.jpg; 34 kB)
Durch die Aussetzung der Wehrpflicht ist vieles in Bewegung. So fällt jetzt auch der Zivildienst weg, dafür bieten die neu geschaffenen Jugendfreiwilligendienste (JFD) in gemeinwohlorientierten Einrichtungen für junge Leute ein spannendes Betätigungsfeld. Dies verdeutlichte Johanna Vogel vom Paritätischen Wohlfahrtsverband den Schülern der zehnten Klassen der Mittelschule Veitshöchheim. Nach Vogels Worten findet ein Engagement in den Jugendfreiwilligendiensten immer mehr gesellschaftliche Anerkennung.

Den Vortrag hatte die Sozialpädagogin der schulischen Kompetenzwerkstatt Theresia Öchsner organisiert, um den Jugendlichen Denkanstöße für und Beruf zu geben.

Vogels Vortrag ergänzten einige Jugendliche, darunter auch ehemalige Schüler, die ein Soziales Jahr im Bereich des Sports oder der Behindertenarbeit hinter sich haben und über durchwegs positive Erfahrungen berichteten.

Wie die Dozentin sagte, würden viele Jugendliche im JFD vor allem auch die Möglichkeit sehen, ihren persönlichen „Lebenshorizont“ zu erweitern. Sie sprach von einem Bildungsjahr, einer Zeit, um in die Gänge zu kommen zwischen Elternhaus und Selbstständigkeit. Hier könnten die Jugendlichen erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt sammeln und Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Verantwortungsbereitschaft lernen.

Die Ableistung eines JFD mache sich nicht nur gut im Lebenslauf, sei besser als jeder Gelegenheits-Job und auch nicht ganz umsonst. Die Vergütung lasse sich mit der eines Azubis vergleichen und betrage zwischen 150 bis 300 Euro zuzüglich Arbeitskleidung, Verpflegung und Unterkunft. Vogel betonte, dass ein sozialversicherter JFD bis zum Alter von 27 Jahren möglich sei und somit auch später noch eine sinnvolle Station in der eigenen Biografie sein könne.

Vogel schilderte die Einsatzmöglichkeiten in der Pflege und Betreuung, in der Alltagsbegleitung und in der Freizeitgestaltung von Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, Kliniken, Kindertageseinrichtungen, Altenheimen, Sozialstationen und Jugendeinrichtungen.

 

10.02.2011

Veitshöchheimer Mittelschule beileibe keine Sackgasse

(mittelschule.JPG; 40 kB)
Stolz präsentiert Mittelschul-Rektor Otto Eisner Viertklässlern das neue Logo der seit Schuljahresbeginn bestehenden Mittelschule Veitshöchheim, das symbolisieren soll, dass hier die Schüler mit Freude zur Schule gehen.

Während der Informations-Veranstaltung wurde ein Programm für die Viertklässler angeboten. Sie konnten etwas im Werkraum und im Computerraum ausprobieren oder wie im Bild zu sehen in der Schulküche etwas über gesunde Ernährung erfahren und Obstspieße fabrizieren.

Die Veitshöchheimer Mittelschule ist beileibe keine Sackgasse, sondern eröffnet ihren Absolventen in den Bereichen Handwerk, Industrie oder Dienstleistung gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dieses Fazit konnten am Ende eines Informationsabends die zahlreich erschienenen Eltern von Viertklässlern mit nach Hause nehmen.

Schulleiter Otto Eisner und Konrektorin Martha Winter hatten nach dem Motto „Stark im Wissen, Stark als Person, Stark im Beruf“ anschaulich neue Fächer, Inhalte und Angebote ihrer Mittelschule und die beruflichen Perspektiven vor Augen geführt, um den Eltern die Schullaufbahn-Entscheidung ihres Kindes zu erleichtern.

Im Vergleich mit anderen weiterführenden Schulen wie Gymnasium und Realschule sieht Eisner viele Vorteile für seine Mittelschule, die derzeit im mittleren Reifezug der siebten bis zehnten Klassen (M-Zweig) 99 Schüler in sechs Klassen und in den Regelklssen der Jahrgangsstufen fünf bis neun 129 Schüler in ebenfalls sechs Klassen unterrichtet.

Durch die überschaubare Zahl von Klassen, Lehrern und Mitschülern sei eine familiäre Schulsituation gegeben, wo noch das Klassenlehrer-Prinzip gelte. Der Klassenlehrer mit wöchentlich 15 Stunden Unterricht in der Klasse sei eine echte Bezugsperson auch für Eltern und deren Anliegen und Interessen.

Das soziale Lernen und Arbeiten im Team steht laut Konrektorin Winter im Vordergrund. Gefördert werde dies durch Schullandheimfahrten, das Streitschlichtersystem, MUT-Projekt, Schülermitverantwortung, Tutorenarbeit, Projektwochen wie Kids & Kunst, Schülercafé und Inklusion. Bei letzterem würden Schüler mit Schülern mit besonderem Förderbedarf wie Legasthenikern lernen.

Die Mitwirkung in den Theater-AGs fördere die Persönlichkeitsbildung, vor allem auch das Selbstbewusstsein, sich etwas zu zutrauen.

Die Schüler würden an der Veitshöchheimer Mittelschule gefordert, aber nicht überfordert und in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch individuell und modular gefördert. Mit Englisch sei nur eine Fremdsprache Pflicht. Es sei so ein sanfter Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglich. Der mittlere Abschluss gelte als gleichwertig mit dem Realschulabschluss.

Die Mittelschule, so Eisner, führe zielstrebig zum Beruf. Bewährt habe sich schon seit vielen Jahren die Einrichtung der drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, ein Ganztagesangebot und die mit Berufsschule, regionaler Wirtschaft und Arbeitsagentur zusammenarbeitende Kompetenzwerkstatt der Schule.

Beim „betreuten Praktikum“ könnten die Schüler Erfahrungen sammeln, Anforderungen der Praxis kennenlernen, sich als interessierte, anpackende, zukünftige Auszubildende zeigen und die Arbeitgeber gleichzeitig Talente testen. Zusätzlich werde der vor- und nachbereitende Schulunterricht stärker an den Anforderungen des Berufsalltags orientiert und organisiert.

Die Arbeit „Vertiefte Berufsorientierung“ (=VBO) der Sozialpädagogin Theresia Öchsner hat sich nach Eisners Worten sehr bewährt. Ausgezahlt hätten sich ihr intensives Bewerbungstraining, das Praktikum in Betrieben, Girl’s Day, Technik-Rallye, Berufsinformationstage, Schülerfirma und der Einsatz von Ausbildern im Unterricht.

Letztes Jahr konnte Öchsner so alle Abschluss-Schüler unterbringen. Ein Drittel der M-Schüler ging an die Fachoberschule, einige in die Einführungsklasse des Gymnasiums und die Mehrzahl in berufliche Ausbildung, wie sie auch Realschul-Absolventen anstreben.

Für die M-Schüler bedeute der Besuch der Mittelschule eine große Sicherheit, denn sie könnten bereits in der neunten Klasse den Quali und damit zwei Schulabschlüsse machen. Der Zugang zum M-Zweig der Schule sei nochmals verbessert worden. So könnten Sechstklässler, die in den drei Kernfächern im Schnitt 3,00 und schlechter sind, nun eine Aufnahmeprüfung machen. Auch Schüler mit dem Quali-Hauptschulabschluss könnten so auch noch in die M 10 wechseln.

Schließlich versäumte es der Rektor auch nicht, auf die hervorragende Ausstattung seiner Schule hinzuweisen, für die vorbildlich die Gemeinde sorge.

 

03.02.2011

Veitshöchheimer Mittelschüler lernten beim Süddeutschen Kunststoffzentrum im Projekt

400 Kaffeelöffel aus Polykarbonat

(loeffel.jpg; 51 kB)
Ein echtes Aha-Erlebnis war für die 27 Neuntklässler des M-Zweiges der Mittelschule Veitshöchheim der externe Projekttag im Schülerlabor des Süddeutschen Kunststoffzentrums (SKZ) in der Frankfurter Straße in Würzburg.

 

Die Mittelschüler konnten dort einen Tag lang von neun bis 16 Uhr praxisnah erfahren, dass es für sie in der Kunststoffbranche durchaus attraktive und interessante Berufsaussichten gibt. Es wurden dabei Geräte und Techniken vorgestellt und praxisnah ausprobiert. In fünf Teams simulierten die 14jährigen den Kundenauftrag, 400 Kaffeelöffel aus dem speziellen Kunststoff Polykarbonat an der Spritzgieß-Maschine herzustellen.

Reißfestigkeit getestet

Als ein für Schüler des M-Zweiges, aber auch mit dem Quali-Abschluss höchst interessanter Ausbildungs-Beruf stellte sich für das Forschungsteam der Physiklaborant heraus. Industriemeisterin Irena Heuzeroth ließ im Schülerlabor die mit weißen Kitteln und Schutzbrillen ausgestatteten Schüler Arthur Keilholz, Kevin Matysik, Johannes Müller, Angela Öhrlein und Anna Paulus verschiedene Experimente ausführen. So konnten sie bei einem Zugversuch die Reißfestigkeit eines aus Polykarbonat hergestellten Motorradhelms oder am Mikroskop die Chemikalienbeständikeit testen.

In die Rolle des Verfahrensmechanikers für Kunststofftechnik schlüpfte das Technikteam. Dominik Reinhard, Frederik Müller, Felix Ost und Julian Leibold durften nach Einweisung die High-Tech-Anlage selbst bedienen. So spannte Frederik die von Werkzeugmechanikern des SKZ gefertigte Löffel-Metall-Form in die Maschine, programmierte Julian am Display-Bedienfeld die für die Fertigung von 400 Löffeln notwendigen Mengen, füllte Dominik dann das Granulat ein und gab Felix den Farbstoff dazu. Auf Julians Knopfdruck spritzte dann die Maschine heißen Kunststoff in die Werkzeugform und kühlte ihn, bis er hart wurde. „Das ist ja cool“ sagte schließlich Frederik vollauf begeistert, als er am hinteren Ende der Maschine nach Qualitätsprüfung die fertigen Löffel entnehmen konnte.

Andere Schüler frästen, sägten, feilten, schleiften und bohrten in der Werkstatt mit einem Werkzeugmechaniker mit großer Genauigkeit an Metallteilen für die Werkzeug-Form.

Auch das Berufsbild des Technischen Produktdesigners, der am Computer mit CAD-Software Werkzeugformen entwickelt und zeichnet, konnte ein Team kennenlernen. Es ist dies ein Beruf, den zu 41 Prozent auch Auszubildende mit mittlerer Reife erlernen. Das Team Finanzen hatten die Kostenstruktur zu ermitteln und Kalkulationen zu erstellen, so wie dies die Industriekaufleute tun. Schließlich war eine Gruppe damit beauftragt, zwischen den Teams zu kommunizieren, den Ablauf zu fotografieren und zu dokumentieren und das Tagesgeschehen am Ende vor allen zu präsentieren.

Für die beiden Klasslehrer Christian König und Stefan Baier war es keine Frage, dass dieser auf einer CD mit allen Ergebnissen und Bildern festgehaltene Projekttag ganz im Sinne einer vertieften Berufsorientierung sehr wertvoll war und bei ihren Schülern die Arbeit im Team und das Interesse an Naturwissenschaften nachhaltig gefördert hat. Ihre Schüler konnten sich selbstständig Wissen erarbeiten, Zusammenhänge erkennen, Abläufe überblicken und Entscheidungen treffen.

Gut für sie zu hören, dass in der Kunststoffbranche Personalmangel herrscht und über 250 fränkische Unternehmen der Kunststoffindustrie sich für den eigenen Nachwuchs ein setzen und viele Karrierechancen ermöglichen.

 

03.02.2011

Kreative Erfinder

(krank.jpg; 41 kB)
Während eines 14-tägigen Betriebspraktikums lernten drei Achtklässler des mittleren Zweiges der Veitshöchheimer Mittelschule den Bereich „Intus“ an den Würzburger Unikliniken kennen. Intus ist eine neue Ausbildungs- und Forschungsplattform für operative und therapeutische Verfahren. Dazu zählt auch die Entwicklung medizinischer technischer Geräte.

Bei ihrem Praktikum kam so den Schülern Julian Leipold, Dominik Reinhard und Dominic Erhard die Idee, zur Rationalisierung von Arbeitsabläufen im Operationssaal einen fahrbaren Ständer zur Aufnahme von acht Kathetern herzustellen.

Dieses Projekt setzte das Trio im neuen Schuljahr im Technikunterricht der M 9 unter Anleitung ihres Fachlehrers Hermann Weininger in die Praxis um, sägte, schleifte und bohrte die notwendigen Alu-Teile und Rollen und montierte alles zusammen. Stolz übergaben die Jungen den fertigen Prototyp an Professor Dr. Wolfram Völker, dem Stellvertreter des Klinikdirektors der Medizinischen Klinik und Poliklinik I. Der Professor versprach, den Ständer bei der nächsten Untersuchung einzusetzen.

02.12.2010

Zauberhafte Veitshöchheimer Altortweihnacht eröffnet

(MittelschuleStand.jpg; 246 kB)
„Lasst uns froh und munter sein!“ Mit diesem Lied eröffneten die Kleinen des evangelischen Kinderhauses "Menschenskinder" die 17. Veitshöchheimer Altortweihnacht und sorgten zusammen mit dem Musikverein sogleich für vorweihnachtliche Stimmung. Zur Belohnung gab es für die Kinder eine Freifahrt im kleinen Riesenrad vor der Kirche. Bürgermeister Rainer Kinzkofer dankte in seiner Anspreche besonders dem Verkehrs- und Gewerbeverein Veitshöchheim (VGV) mit Annerose Petzlitz (rechts) an der Spitze für die wiederum hervorragende Organisation. 

 

Besonders hervorzuheben und lobenswert ist das Engagement der Schüler der Veitshöchheimer Mittelschule - Klassen 8 b mit Klasslehrerin Ingrid Rüger und M 8 a mit Klasslehrerin Claudia Volk -, die an ihrer Hütte für einen guten Zweck - für die Würzburger Kinderfonds-Stiftung "Glück im Unglück" -  selbst gebastelte Sachen als Tombolapreise verkauften.

So hatten mit ihren Fachlehrern die Technikschüler Kerzenständer und Vogelhäuschen, die Wirtschaft-Schüler Drucke, Geburtstagskalender und Spielebücher gefertigt und die Sozial-Fachschüler Plätzchen und vor allem kunstvolle Lebkuchenmännchen gebacken. Jedes Los gewann. Da war auch Schulleiter Otto Eisner zurecht stolz auf seine Schüler.

Am Ende des ersten Adventssonntages nahm der Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Karl-Peter Sorge als Nachtwächter mit profunden historischen Kenntnissen auf einen Rundgang durch den nordöstlichen Altort. 

 

02.12.2010

Strittig bleibt die Kostenfrage

(mittelschule1.jpg; 61 kB)
Wer den Wegweiser am Aufgang zum Veitshöchheimer Schulzentrum passiert, sucht nun vergeblich nach der Hauptschule. Diese firmiert seit Mitte September im Schulverbund mit der Margetshöchheimer Hauptschule unter der Bezeichnung „Mittelschule“. Neu ist auch ein Verbundausschuss, dem aus beiden Schulen die Vertreter der Schulaufwandsträger, die Schulleiter, die Elternbeiratsvorsitzenden und die Schülersprecher angehören. Er traf sich nun zum ersten Mal.

 

Der mittlere Reifezug der siebten bis zehnten Klassen wird an der Veitshöchheimer Schule schon seit vielen Jahren angeboten. Diesen besuchen im M-Zweig 99 Schüler. Durch den Schulverbund trat bei den Schülerzahlen keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ein. Im Gegenteil: Die Schülerzahl der M-Klassen war im Vorjahr mit 103 sogar geringfügig höher. Gleichwohl gibt es nun mit sechs M-Klassen eine mehr, konnten in den neunten und zehnten M-Klassen jeweils zwei mit 16 Schülern gebildet werden.

Die Hauptschule Veitshöchheim mit ihren bisherigen Schulverbandsgemeinden Güntersleben und Thüngersheim hätte nach den Worten von Bürgermeister Rainer Kinzkofer auch ohne den Schulverbund mit Margetshöchheim das „Gütesiegel Mittelschule“ erhalten, weil sie auch bisher schon die drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, ein Ganztagesangebot, im M-Zweig den mittleren Schulabschluss und die mit Berufsschule, regionaler Wirtschaft und Arbeitsagentur zusammenarbeitende Kompetenzwerkstatt eingerichtet hat.

Durch den Schulverbund darf sich nun auch die Hauptschule in Margetshöchheim mit ihren Schulverbandsgemeinden Erlabrunn, Leinach und Zell Mittelschule nennen. An ihrer Situation hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht viel verändert. Sie unterrichtet nach wie vor nur je eine Hauptschulklasse der Jahrgangsstufen fünf bis neun mit insgesamt 97 Schülern, also durchschnittlich 19,4 Schülern. Auch bisher schon besuchten Schüler aus den vier zum Margetshöchheimer Schulsprengel gehörenden Gemeinden die siebten bis zehnten Klassen des mittleren Reifezuges.

Wie der Veitshöchheimer Schulleiter Otto Eisner bei der Verbundausschusssitzung erklärte, ist neu, dass nun ihm als Verbundkoordinator obliegt, im nächsten Schuljahr die für beide Schulen zugewiesenen Lehrerstunden auf die einzelnen Klassen der Schulstandorte und das Unterrichtsangebot zu verteilen.

Strittig zwischen den Schulverbundparteien ist die Kostenfrage. Der Kooperationsvertrag gilt deshalb auf Veitshöchheimer Wunsch zunächst nur für das laufende Schuljahr. Kinzkofer führte dazu aus, der Freistaat Bayern habe es unterlassen, für die an einem Mittelschulverbund beteiligten Schulaufwandsträger klare Kosten-Regelungen zu treffen wie dies bei den Schulverbänden der Fall ist. Nach Artikel 8 Absatz 2 Satz 3 des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes bleibe es den Mittelschul-Vertragsparteien überlassen, Ausgleichszahlungen für Schüler zu vereinbaren, ebenso auch die Kostenfragen der Schülerbeförderung zu regeln.

So kann Veitshöchheim als Schulaufwandsträger für die 18 von der anderen Mainseite kommenden M-Schüler den vier betroffenen Gemeinden nur den Mehraufwand in Rechnung stellen. Während Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm diese dem Mustervertrag des Bayerischen Gemeindetages entnommene Formulierung für ausreichend hält, will Kinzkofer diese im nächsten Schuljahr nicht mehr akzeptieren.

Es scheiden sich laut Kinzkofer die Meinungen darüber, wie dieser Mehraufwand zu berechnen sei. So gebe es M-Klassen, in der die von der anderen Mainseite kommenden M-Schüler ohne Probleme aufgenommen werden konnten. Andererseits musste aber heuer wegen Überschreiten der maximal möglichen Zahl von 30 Schülern eine zweite M-Klasse gebildet werden, was ohne die M-Schüler der Verbundschule nicht erforderlich gewesen wäre. Wie und welche Kosten man dafür einbeziehen kann programmiere Ärger vor.

Da es durch den nun einheitlichen Schulsprengel im Mittelschul-Verbund keine Gast-, sondern nur noch Sprengelschüler gebe, seien unterschiedliche Zahlungs-Modalitäten nicht einzusehen. Veitshöchheim habe mit ihren bisherigen Sprengelgemeinden Thüngersheim und Güntersleben die Regelung, dass diese eine Schulaufwandsumlage-Pauschale von derzeit 1200 Euro pro Schüler einschließlich M-Schüler zahlen, somit Güntersleben für 58 Schüler rund 70 000 Euro und Thüngersheim für 42 Schüler rund 50 000 Euro.

Kinzkofer fordert deshalb, dass die Gemeinden auf der anderen Mainseite ab dem kommenden Schuljahr für ihre M-Schüler die gleiche Schulaufwandsumlage Schulaufwandsumlage, das sind bei derzeit 18 Schülern insgesamt also 21 600 Euro. Nur unter dieser Voraussetzung könne er einer Verlängerung des Vertrages zustimmen. Der Gemeinde Veitshöchheim gehe durch die Sprengel-Änderung heuer bereits der bisher für fünf in die zehnte M-Klasse gehende Schüler zu zahlende Gastschulbeitrag von 6000 Euro verlustig.

 

26.07.2010

Ein erfolgreicher Jahrgang

„Schlusspfiff“ so lautete an der Hauptschule Veitshöchheim das Motto der Verabschiedung der Neunt- und Zehntklässler zu Schuljahresende. Nach einem Gottesdienst in der evangelischen Christuskirche konnten Schulleiter Otto Eisner und die drei Schulverbands-Bürgermeister in der Schul-Aula 34 Schüler mit dem Mittleren Reifezeugnis und 22 Schüler mit dem Quali-Zeugnis beglücken.

Für den Schulleiter und sein Lehrerteam war der Tag ein Grund zum Feiern. Der Jahrgang 2010 war nach seinen Worten „ein besonders erfolgreicher Jahrgang“, denn beim Mittleren Abschluss schlossen 15 Schüler mit der Note 2,0 oder besser ab. Die besten sind hier Jana Bittner, Melanie Meyer und Lisa Schindelmann mit einem Schmitt von 1,88. Sechs Abschlussschüler wollen an die Fachoberschule wechseln.

Eisner betonte, dass man mit einem Mittleren Reife-Zeugnis der Hauptschule auf dem Ausbildungsmarkt hervorragende Chancen hat, nicht gleichartig, aber gleichwertig zum Realschulabschluss.

Auch beim Qualifizierenden Hauptschulabschluss konnten hervorragende Schnitte bei der Abschlussprüfung erreicht werden. Hier sind Nadine Einberger mit 1,94, Tanja Hausknecht mit 2,27 und Timo Roßdeutsch mit 2,38 die Besten.

Insgesamt hatte die Hauptschule in diesem Jahr 120 Schüler zu prüfen. Davon erreichten 19 das Zeugnis des erfolgreichen Hauptschulabschlusses, 55 das Quali-Zeugnis, 48 Schüler den mittleren Schulabschluss.

Umrahmt von musikalischen Beiträgen sprach Bürgermeister Ernst Joßberger aus Güntersleben in Vertretung seiner Kollegen aus Veitshöchheim und Thüngersheim den Schülern Mut zu für die Zukunft.

Auch der Elternbeiratsvorsitzende Dieter Leimkötter und die Schülersprecher kamen zu Wort und lobten das gute Klima an der Schule.

Am Ende des Abends stärkten sich alle am reichhaltigen Buffet, das vom Team der Hauswirtschaft mit den von den Eltern gespendeten Speisen angerichtet wurde.

 

28.07.2010

Ein Schauspiel zum Abschluss

(2989830_1_18FQ79.jpg; 43 kB)
Mit einem Schulfest feierten in Veitshöchheim die 270 Hauptschüler mit Angehörigen das Schuljahresende. 115 der Hauptschüler kommen aus den Schulverbandsgemeinden Güntersleben und Thüngersheim.

Zum Fest führten die jüngere Schulspiel-AG der fünften und sechsten Klassen unter Leitung von Wolfgang Walter das Stück „Schule – so ein Theater“ auf.

Die Größeren hatten im Wahlunterricht, zwei Stunden pro Woche, unter Regie von Günther Stadtmüller in abgewandelter Form das Stück der Augsburger Puppenkiste „Der Löwe ist los“ stark persiflierend und parodistisch einstudiert.
 
„Ich bin ganz stolz auf Euch“ lobte am Ende der Regisseur und auch die zahlreichen Besucher bedachten die großartigen schauspielerischen Leistungen der Schüler mit langanhaltendem Beifall.

Daneben brillierte die Klasse 7b mit einem Marionettenspiel. Zu Beginn sangen die fünften Klassen „Kookaburra“ und „Hava Nagila“.

Schulleiter Otto Eisner ehrte verdiente Schüler und verlieh die Preise der Leserallye.

Für das leibliche Wohl sorgte der Elternbeirat und die siebten Klassen servierten alkoholfreie Cocktails.

Wer wollte, konnte sich rund ums Schulhaus bei Angeboten wie Seifenkistenrennen, Glücksrad, Luftballon-Spicken, einer Leserallye oder in der Disco vergnügen.

Freizeit-Angebote


Erstmals nutzten auf Initiative des Elternbeirats örtliche Vereine das Schulfest als Plattform, ihre Freizeit-Angebote den Schülern vorzustellen. Vertreten waren von der Turngemeinde die Karateabteilung, eine Tanzsportgarde, die Sportschützen mit Bogenschießen, die Feuerwehr mit einem Löschwagen und die BRK-Ortsgruppe mit Wiederbelebungsübungen an einer Puppe.

 

20.07.2010

Deutsche Bahn AG kooperiert mit der Eichendorff-Hauptschule

(2945788_3_18D0S9.jpg; 52 kB)
Eine Schulkooperation geht die Deutsche Bahn AG mit der Eichendorff-Hauptschule Veitshöchheim ein. Der Standortleiter der DB Netz AG Würzburg Dieter Bulla unterzeichnete im Veitshöchheimer Rathaus mit Rektor Otto Eisner und Bürgermeister Rainer Kinzkofer eine entsprechende Vereinbarung.

Bulla selbst steht der Hauptschule als Schulpate zur Seite.

Die Schulkooperation begründete Bulla damit, dass die Bahn, als einer der größten Ausbilder in Deutschland mit derzeit rund 8200 Auszubildenden in mehr als 25 Berufen bundesweit, frühzeitig mit Jugendlichen in Kontakt kommen möchte, um sie für Berufe bei der Bahn zu begeistern und bei der Vorbereitung für Ausbildung und Beruf zu unterstützen.

Die Bahn ist bereits 285Mal eine derartige Schulkooperation eingegangen, davon 62 Mal in Bayern.

In Veitshöchheim nun ist als erste Aktivität der Kooperation neben der Übergabe von 55 Berufswahlpässen ein Sommerprojekt in der Ausbildungswerkstatt in Würzburg geplant.

Hierbei gelte es, elektrotechnische Grundlagen mit dem Ziel zu vermitteln, für elektrotechnische Ausbildungsberufe wie den Elektroniker für Betriebstechnik zu begeistern.

Die Ausbildungsberufe der Deutschen Bahn im Detail vorzustellen und den Hauptschülern auch Praktikumsangebote bis hin zum vorbereitenden Bewerbertraining zu machen, dafür sind Johann Steinlein vom Personalmanagement der DB Netz AG Würzburg und seine Kollegin Katrin Aleksic zuständig, in Zusammenarbeit mit der Sozialpädagogin der Kompetenzwerkstatt Theresia Öchsner.

 

16.06.2010

Lust machen auf technische Berufe

(technik.jpg; 34 kB)
Seit April gehen die Bildungsreferenten Michael Stoß und Martin Hillebrand vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft bayernweit in 20 Schulen von Rosenheim bis Aschaffenburg, um mit einer von ihnen gestalteten Technik-Rallye Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Nun kamen sie jüngst in die Veitshöchheimer Hauptschule, wo 60 Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen fünf bis acht sich in vier Gruppen auf den aufgebauten Technik-Parcours wagten, um ihre technischen Fertigkeiten zu erproben, wie sägen, schleifen, löten, Kabel abklemmen.

„Ich mag werkeln“, meinte die zwölfjährige Hubra Günes, die ein Willkommensschild für ihr Zuhause sägte und mit dem Lötkolben Buchstaben auftrug. Der so gestaltete Schultag, resümierte Rektor Otto Eisner, habe den Schülerinnen eine erste Orientierung in die Welt der technischen Berufe vermittelt und ihr Interesse für Praktika im technischen Bereich geweckt. Zusammen mit Theresia Öchsner von der Handwerkskammer Service GmbH hatte Eisner mit finanzieller Unterstützung durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Gabi Rottmann-Heidenreich diesen „Girls-Day“ an seiner Schule angeboten. Aufgrund der technisch-handwerklichen Aufgabenstellungen hätten viele Mädchen erfahren, dass sie bei ihrer Berufsfindung keine Angst vor Hammer und Bohrer haben müssen und Berufe im Metall- oder Elektrohandwerk für sie durchaus eine Alternative sind. Im Bild: (hinten, von links) Bürgermeister Rainer Kinzkofer, die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Gabi Rottmann-Heidenreich, Rektor Otto Eißner, die Berufsorientierungsberaterin der Hauptschule Theresia Ochsner und Bildungsreferent Martin Hillebrand vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft.

 

29.03.2010

Kooperation zwischen Gymnasium und Eichendorff-Hauptschule

(bücher.jpg; 82 kB)
Waren es nun „Der Kampf um Troja“, „Die Bruderschaft vom Heiligen Gral“ oder „Lola in geheimer Mission“, in einer bisher in Bayern wohl einmaligen Kooperation gestalteten Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim und der Eichendorff-Hauptschule gemeinsam Cover ihrer Lieblingsbücher.

Hintergrund ist die Teilnahme am Wettbewerb „Bücher im Wind“ der „Stiftung Lesen“.

Am 23. April, dem Welttag des Buches, soll in Mainz das „längste Bücher-Freundschaftsband der Welt“ entstehen, eine kilometerlange Girlande aus selbst erstellten Buchcovern die Parkbäume in Mainz rund um den Sitz der Stiftung Lesen am Römerwall schmücken.

Es ist das „Lokal-regionale Lesenetzwerk“ des Gymnasiums Veitshöchheim, das zwei Schulen unterschiedlichen Typs enger zusammenführte.

Zunächst war es das Lesescout-Team der Klasse 7 b des Gymnasiums, das die Klasse 5 a Hauptschule besuchte.

Jetzt fanden sich auf Initiative der Deutschlehrerin des Gymnasiums Jutta Merwald diese zwei Klassen zur gemeinsamen Arbeit zusammen. Die Hauptschul-Konrektorin Martha Winter war sofort von Merwalds Idee begeistert, Cover der Lieblingsbücher zu gestalten und aus ihnen ein Bücher-Freundschaftsband zu knüpfen.

Zu diesem Zweck wurden beide Klassen geteilt und jede Lehrkraft arbeitete in ihrem Umfeld mit einer gemischten Gruppe aus Gymnasiasten und Hauptschülern, die sich in Zweier-Teams an die Arbeit machten.

„Eine bessere Gelegenheit, um über die Bücher miteinander ins Gespräch zu kommen und damit auch voneinander zu lernen, kann es kaum geben“, resümiert Merwald. „Ziel des Projekts ist mehr, als nur die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Schulen zu pflegen.“

Wer miteinander arbeite, wer ins Gespräch komme, lerne vom anderen und nehme sein Gegenüber anders wahr. Auch Winter bestätigte, dass beide Seiten voneinander profitieren.

Am Schluss war man sich einig, dass dies nicht die letzte schulartübergreifende Begegnung gewesen sein soll.

 

 

10.03.2010

Berufsinformationstag an der Hauptschule

Ein gepflegtes Äußeres, Engagement, Motivation und die Fähigkeit, die Kunden zu beraten und Konversation zu machen erwartet Bernadette Borth in ihrem Haarstudio von ihren Auszubildenden. 

Die Friseurmeisterin, Visagistin und Berufsschul-Lehrerin war eine von 17 Betriebsinhabern oder Ausbildungsleitern und zwei weiterführenden Schulen, die beim Berufsinformationstag (BIT) der Veitshöchheimer Hauptschule höchst informativ ihre Berufsbilder vorstellten.

In zwei Durchgängen konnten sich so 121 Schüler der achten bis zehnten Klassen nebst vielen Eltern über die Anforderungen und Tätigkeitsbereiche von unterschiedlichen Ausbildungsberufen informieren.


Mutmacher

Sie fungierten zugleich auch als Mutmacher für die 40 Hauptschul-Neuntklässler und 34 M-Schüler der zehnten Klassen, die heuer die Schule verlassen. Das Signal: Ihr werdet gebraucht und die Betriebe sind bereit, junge Leute im Beruf zu fordern und zu formen.

Die Leiterin der Kompetenz-Werkstatt Theresia Öchsner, die in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Vorsitzenden des Fördervereins Sigi Hofmann den BIT organisiert hatte, hofft deshalb, dass es wie im Vorjahr gelingt, alle Schulabgänger der Eichendorffschule unterzubringen:

in einer Lehrstelle, einer weiterführenden Schule oder berufsvorbereitenden Maßnahmen. Bis jetzt hätten allerdings nur eine Handvoll einen Ausbildungsvertrag.


Vorbereitung zur Berufswahl

Rektor Otto Eißner dankte den örtlichen Handwerksbetrieben und Dienstleistern für die Zusammenarbeit mit der Hauptschule. Sie würden durch das Bereitstellen von Praktikums- und Ausbildungsplätzen die Berufswahl-Vorbereitung unterstützen und somit Verantwortung für die nächste Generation übernehmen.

Beim BIT dabei waren Industrie- und Handwerksbetriebe wie Koenig & Bauer, die Industriedruckerei Stürtz, eine KFZ-Werkstätte, ein Spengler-, ein Maler- und ein Gebäude-Energietechnik-Betrieb.

Über Ausbildungsberufe im sozialen Bereich wie Altenpflegehelferin, Hauswirtschafterin, Sozialbetreuerin und Heilerziehungspflegehelferin informierten die berufsvorbereitenden Schulen wie die Klara-Oppenheimer-Schule und die Berufsfachschule Halma.

Auch Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich fanden Interesse. Die Firmen Neubert, Main-Center und VS Logistics stellten Berufe wie Einzelhandelskaufmann, Fachkraft für Möbel, Küchen- und Umzugsservice oder Lagerlogistik und Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung vor.

Die Bäckerei Grünwald machte den Bäcker- und Konditor-Beruf, das Blumenhaus Reim die Zierpflanzengärtner- und das Restaurant Rokoko die Koch- und Hotelfachmann-Ausbildung schmackhaft.

Mit Info-Ständen vertreten waren die Berufsberatung der Agentur für Arbeit U 25 und die Service GmbH der Handwerkskammer.

Dass an der Veitshöchheimer Hauptschule alles getan wird, um die Schüler praxisgemäß auf die spätere Realität in der Arbeitswelt vorzubereiten, darüber konnten sich denn auch ein Bild machen die Bürgermeister Rainer Kinzkofer (Veitshöchheim) und Ernst Joßberger (Güntersleben), die Vorsitzende des Verkehrs- und Gewerbevereins Anne-Rose Petzlitz.

Auch Rektorin Marion Reuther von der Hauptschule Margetshöchheim, die mit Veitshöchheim einen Mittelschul-Verbund anstrebt, war gekommen.

 

 

22.12.2009

Lehrer der Hauptschule spielten Theater

(2554856_1_173K6A.jpg; 65 kB)
Unter der Regie von Günther Stadtmüller führten fünf Lehrer und die Schüler der Veitshöchheimer Hauptschule gemeinsam das außergewöhnliche Weihnachtsstück „Hilfe! Die Herdmanns kommen!“ auf.

Hervorragend setzten hierbei Schüler die sechs Herdmann-Kinder in Szene, die als die schlimmsten Kinder aller Zeiten in Amerika galten, die Geißel eines ganzen Stadtteils, die logen, klauten und prügelten und schmutzige Witze erzählten.

Dem gegenüber standen die Kinder der anständigen Familien, die sonntags zur Kirche gehen und wissen, was sich gehört.

Als in die Neuinszenierung eines Krippenspiels die Herdmann-Geschwister platzen, um sämtliche Hauptrollen wie Maria und Josef, die drei Weisen aus dem Morgenland und den Erzengel zu spielen, obwohl sie nicht das geringste von der Weihnachtsgeschichte wissen, ist sich die Öffentlichkeit einig:

Das Weihnachtsspiel wird eine Katastrophe. Aber zur Verblüffung aller bekommt das Spiel eine beeindruckende Wende. Die Kinder taten einfach das, was ihnen logisch erschien, wie zum Beispiel, dass sie einen Schinken für ein besseres Geschenk hielten als eine ganze Menge parfümierter Öle.

Mit ihrer Interpretation der Geschehnisse brachten die Herdmanns den Weihnachtsgedanken eigentlich erst auf den Punkt.

Und das spürten auch die Zuschauer, die die Aula zweimal bis auf den letzten Platz füllten. Sie belohnten das einfühlsame Spiel der Darsteller mit begeistertem Beifall.

 

11.12.2009

Alle Schulabgänger 2008/2009 versorgt!!!

Gute Nachrichten aus der Eichendorffschule. In den schwierigen Zeiten freuen wir uns besonders über die Erfolge unserer Schulabgänger/Innen 2008/2009.
Wie bereits 2008 sind zum Stand 15. Oktober 2009 ALLE Schulabgänger/Innen der Eichendorffschule versorgt; d.h. in Ausbildung, Schule, berufsvorbereitende Maßnahmen einen weiteren Schritt in die Erwachsenenwelt gegangen.

 

Wir danken an dieser Stelle insbesondere den örtlichen Handwerksbetrieben und Dienstleistern für die Zusammenarbeit mit der Hauptschule. Sie stellen Praktikums- und Ausbildungsplätze bereit, unterstützen engagiert die herausfordernde Zeit der Berufs(wahl)vorbereitung und tragen somit Verantwortung für die nächste Generation.

 


4.12.2009

Hauptschule geht wieder neue Wege

(hschprojektklasse9c.jpg; 785 kB)
„Hauptschüler haben Talente, man muss sie nur fördern.“ Dies war für Rektor Otto Eisner eine wichtige Erkenntnis, die er aus dem Schulversuch „Projektprüfung“ an das Kultusminsterium weitergeben wird. 

 

Die Hauptschule Veitshöchheim ist eine von 13 Schulen in Bayern, die im Auftrag des Kultusministeriums die Neuausrichtung der Abschlussprüfung im Lernfeld Arbeit-Wirtschaft-Technik erproben.

Schüler der neunten Klasse unterzogen sich für diesen Schulversuch probehalber einer Projektprüfung. An fünf Unterrichtstagen setzten sie sich mit einer komplexen Aufgabenstellung auseinander und präsentierten am Ende ihr Projekt.

Der Schulleiter war sichtlich überrascht, zu welchen Leistungen die 21 Schüler der ausgewählten Klasse 9 c im Team fähig waren und hier auch eigene Ideen realisierten.

„Wir haben uns immer Bänke zum Hinsetzen in den Pausen gewünscht, aber nie bekommen“ berichtete Janine Heß. Im Betrieb des Schreinermeisters Heinz Sendner in Retzbach konnten die zwölf Schüler im Fach Technik nun ihre Wünsche in die Tat umsetzen. Aufgeteilt in drei Teams fertigten sie eigenverantwortlich vom Entwurf bis zur Ausführung Sitzgelegenheiten für den Pausenhof.

Motiviert und zielorientiert

Betriebsinhaber Sendner war überrascht, wie motiviert, diszipliniert und zielorientiert die Schüler trotz der vielen Arbeit mitzogen. Wegen der Enge zwischen den vielen Maschinen in seinem Betrieb hatte er zunächst Bedenken. Eine Null-Bock-Mentalität habe er bei diesen Neuntklässlern nicht feststellen können.

Im Fach Wirtschaft erstellte das Team eine Bildschirmpräsentation und Broschüren „Ich und mein Beruf“, die nun schon beim nächsten Berufsinformationstag der Schule zum Einsatz kommen sollen.

Vorausgegangen war das Erstellen eines Fragebogens, mit dem die Schüler zielgerichtet Ausbilder und Auszubildende während eines Praktikums abfragten über Aufgaben, Tätigkeiten, Anforderungsprofil, Arbeitsbedingungen, Arbeitsmittel, Berufschancen, Ausbildung und Vergütung.

Genüsslich wurde es im Fach Soziales. Mit ihrer Schülerfirma und einem Etat von 50 Euro planten und gestalteten die Schüler einen italienischen Abend mit landestypischem Essen, Menükarte und Dekoration – und setzten sich auch mit dem Berufsbild des Kochs auseinander.

Der Schulleiter war beeindruckt. Nicht zuletzt davon, welche Fortschritte seine Regel-Schüler seit ihrem Praktikum gemacht haben und wie sie ihre Ergebnisse auch mediengerecht mit Beamer und Laptop präsentieren konnten. Die Fachlehrer hatten an allen fünf Tagen nur beratend geholfen.

Überraschend war bei der Schlussfragerunde für Klassenlehrer Bernhard Möller und seine Kollegen, dass ihre Schützlinge diese Form von Projektarbeit im Team nicht als normalen Unterricht ansahen.

Berufswahl

Alle waren sich einig, sehr viel für ihr späteres Leben gelernt zu haben. „Dieses Projekt hat mir für meine berufliche Auswahl sehr geholfen“ sagte Technik-Schüler Andreas Hauck. Katharina Schulz will nach einem Praktikum Einzelhandelskauffrau lernen und Denise Gondosch möchte Köchin werden.

Die Begeisterung der Schüler im Rahmen des Projekts und die Qualität der Ergebnisse veranlassten den Schulleiter zu dem Fazit, dass gerade die Hauptschule mit ihrer berufsorientierten Ausrichtung wie keine andere Schulart dazu geeignet sei, arbeitspraktisches Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln und individuelle Talente zu fördern.

Der Schulleiter sieht sich bestätigt, dass die vor zwei Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingeführte vertiefte Berufsorientierung durch die Wahl eines Profilfaches ab der achten Klasse der richtige Weg ist. Seitdem stehen hier ab der achten Klasse mit vier Stunden Fachunterricht wöchentlich doppelt so viel wie zuvor auf dem Stundenplan.

 

13.10.2009

15 Stolpersteine verlegt

(stolperstein.jpg; 52 kB)
Der 29. September 2009 wird künftig für die Erinnerung an 15 Veitshöchheimer stehen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. An diesem Tag setzte der Kölner Künstler Gunter Demnik als dauerhaften Anstoß zur Erinnerung an diese Schicksale 15 Gedenktafeln aus Messing vor deren letzten Wohnorten ins Trottoir ein.

 

So erinnert nun ein solcher „Stolperstein“ vor dem Anwesen Thüngersheimer Straße 39 daran, dass hier Herrmann Stern, Jahrgang 1862, wohnte, der 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde und hier am 4.4.1943 umkam.

Diese Daten sind in eine zehn Quadratzentimeter große Messingplatte eingraviert, die auf der Kopfseite eines Pflastersteins fixiert ist.

Wie Demnik sagte, sind es nun mit Veitshöchheim schon 495 Städte und Gemeinden, in denen er seit 1996 über 20 000 solcher Stolpersteine verlegt hat, um die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, politisch Verfolgter, Homosexueller, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer im deutschen Faschismus lebendig zu halten.

Demnik hat inzwischen so viele Aufträge, dass in Veitshöchheim zwei Jahre ins Land gingen, ehe der auf Antrag des Grünen-Ortsvereins gefasste Beschluss des Gemeinderates vom September 2007 nun vollzogen werden konnte.

Es war jedes Mal ein ergreifender Augenblick, wenn Demnik die Stolpersteine einmauerte und parallel dazu die Biografien der NS-Opfer verlesen wurden. Neben 13 jüdischen Bürgern waren darunter auch der wegen Wehrkraftzersetzung 1944 in Frankfurt hingerichtete Max Mährlein (Hofweg 10a) und der in Dachau 1945 ermordete Leopold Kaufmann (Herrnstraße 14).

Die Finanzierung dieses vom Grünen-Ortsvorsitzender Günther Thein und Kulturreferentin Karen Heußner betreuten Projektes erfolgte ausschließlich über Patenschaften zu 95 Euro pro Stolperstein.

Das Kulturamt wird weiter forschen, ob es noch mehr als die 15 bisher bekannten NS-Opfer in Veitshöchheim gibt, denn in letzter Zeit sind immer mehr Zeitzeugen zur Aussage bereit.

Für einen Stolperstein hatte das Berufsförderungswerk Würzburg (BFW) die Patenschaft übernommen. Der jüdische Schneidermeister Julius Freudenberger wurde 1880 geboren und 1942 vom Nazi-Regime nach Izbica in Polen deportiert, wo er zu Tode kam.

Die Messing-Gedenktafel für Freudenberger und seine ebenfalls deportierte Frau Fanny ist vor der Bahnhofstraße 23 zu finden. Die vier Kinder der Freudenbergers konnten Deutschland rechtzeitig verlassen und überlebten in Israel und den USA.

Alfred Schulz erinnerte als Leiter des Veitshöchheimer Bildungszentrums für blinde und sehbehinderte Erwachsene daran, dass während des Dritten Reichs nicht nur religiöse und ethnische Minderheiten verfolgt wurden, sondern auch unzählige Menschen mit Behinderung.

Die Patenschaft für den 1944 in Ausschwitz ermordeten Juden Ludwig Brück (Friedhofstraße 7) hat die Hauptschule übernommen. Für die 1942 nach Izbica deportierten jüdischen Geschwister Rosa Trepp und Ernst Kahn (Bahnhofstraße 25) ist das Gymnasium Pate.

Schüler und Lehrer des Gymnasiums hatten sich im letzten Schuljahr intensiv mit dem Schicksal der Geschwister und der NS-Zeit befasst. Daraus entstand ein Programm mit Lyrik, Musik und einer Ausstellung, mit dem das Gymnasium am Abend der Verlegung im Rathaus einen eindrucksvollen „Abend der Erinnerung“ gestaltete.

Wie die stellvertretende Gymnasiums-Schulleiterin Anne-Marie Greving betonte, habe sich ihre Schule bewusst mit dem „schwarzen“ Teil der deutschen Geschichte auseinander gesetzt.

So berichtete der Schüler Jannik Baumann in seinen Recherchen von seinem Kontakt mit Ernst Kahns in den USA noch lebender Tochter Cerri Cohn. Die hatte geplant, zur Stolpersteinverlegung nach Veitshöchheim zu kommen, dies aber dann doch nicht bewerkstelligen können.

Wie Baumann dabei in Erfahrung bringen konnte, war Ernst Kahn in Veitshöchheim ein angesehener Gemischtwarenhändler, der im Ersten Weltkrieg verschiedene Auszeichnungen erhalten hatte und der Bürgerlichen Partei Veitshöchheims angehörte.

Als seine Frau Eva 1931 starb, zog seine Schwester Rosa Trepp, deren Mann im Ersten Weltkrieg gefallen war, zu ihm in die Bahnhofstraße 25. Rosa Trepp hatte zwei Söhne, Leopold und Samuel, Ernst Kahn zwei Töchter, Cerry und Emmi. Während des Nationalsozialismus wanderten Rosa Trepps Söhne in die USA aus.

Die Töchter Ernst Kahns emigrierten 1938 zunächst nach Palästina, bis sie später, wie ihre Cousins, in die USA umzogen. Ernst Kahn und seine Schwester erhielten keine Ausreisegenehmigung und wurden am 28.04.1942 in das Konzentrationslager Izbica südöstlich von Lublin in Polen deportiert und ermordet.

In der unter der Regie der Lehrerin Berit Holzner präsentierten Ausstellung beschrieben Gymnasiasten nach einem Besuch der hiesigen Synagoge ihre Eindrücke über das jüdische Leben in Veitshöchheim, gestalteten künstlerisch Mahnmale, die an das Dritte Reich erinnern und setzten sich künstlerisch mit dem Leben der Geschwister Kahn/Trepp auseinander.

Initiator Günter Thein betonte am Ende des ergreifenden Abends nochmals, wie wichtig das Andenken an einzelne Schicksale sei, um das entsetzliche Geschehen der NS-Zeit gegenüber Minderheiten auch späteren Generationen immer wieder bewusst zu machen.

 

06.08.2009

Bock auf Buch

(buch.jpg; 48 kB)
Über 150 Jugendliche ließen sich jüngst eine persönliche Clubkarte ausstellen, um zur Lektüre in den Ferien in der Bücherei im Bahnhof exklusiv Zugriff auf eigens angeschaffte Jugend-Bücher zu haben.

Die Bücherei im Bahnhof ist eine von bayernweit 50 öffentlichen Bibliotheken, die sich in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und der Hauptschule Veitshöchheim an dem erstmals bayernweit stattfindenden Sommerferien-Leseclub „Bock auf Buch“ beteiligt. Dies ist ein vom Bayerischen Bibliotheksverband initiiertes Leseförderprojekt und Ferienprogramm für Schüler der 5. bis 8. Klassen. Die Veitshöchheimer Bücherei schaffte eigens für diese Aktion 300 Jugend-Bücher an: Witziges und Spannendes, Fantasy und Bücher über Freundschaft und Liebe. Lesescouts des Gymnasiums stellten eine kleine Auswahl dieser Bücher vor: (von links) Hannah Breunig, Markus Schwerdtfeger, Sven Kreutzer, Lisa-Marie Schinagl, Julia Baumeister, Katharina Wohlfart, Daniela Otto und Emilia Ruppel.

 

02.08.2009

Das Ende der Schulzeit

(abschluss.jpg; 30 kB)
In der Eichendorff-Hauptschule Veitshöchheim wurden die 35 Teilnehmer des Qualifizierenden Hauptschulabschlusses und 35 Schüler des Mittleren-Reife-Zuges verabschiedet.

Prüfungsbeste sind (von links) des Mittleren Schulabschlusses Sabrina Wendinger und Melanie Lindner, des Quali Felix Klüpfel, Karsten Sitterli (rechts) und (nicht im Bild) Stefan Holz. Schulleiter Otto Eisner (Zweiter von rechts) zeigte sich stolz darauf, dass „so viele Schulabgänger, dank der guten Kooperation mit der heimischen Wirtschaft und der engagierten Arbeit der Kompetenzwerkstatt einen Ausbildungsplatz gefunden haben“. Andere Schüler qualifizierten sich für den Besuch einer weiterführenden Schule.

 

18.05.2009

Wenn die Mama nicht gerne kocht

(kochen.jpg; 40 kB)
Gleich drei Bürgermeister schauten den Prüflingen der M 9 im Fach Hauswirtschaft über die Schulter. Was da die Jungköche und Jungköchinnen nach den Vorgaben der Hauswirtschaftslehrerin Monika Bandorf-Hanft kreierten, ließ bei Rainer Kinzkofer und seinen Kollegen im Schulverband Ernst Joßberger und Markus Höfling das Wasser im Munde zusammen laufen. Sie durften das achtgängie Menü der Schüler kosten.

Hervorragend attestierten schließlich die drei Ortsoberhäupter den Prüflingen des zweiten Prüfungstages, die ihnen am stilvoll dekorierten Tisch ein sehr geschmackvolles Menü servierten.

Die Bürgermeister konnten sehen, dass das Fach Hauswirtschaft sich an der Veitshöchheimer Hauptschule auch beim männlichen Geschlecht großer Beliebtheit erfreut. Unter den 22 Prüflingen, die in der Schulküche an drei Tagen in zweieinhalb Stun-den nach gezogenen Rezeptkarten eigenständig eine Menüfolge kreieren mussten, waren auch neun Jungs.

Außer Kenntnissen über eine ge-sunde Ernährung lernen die Schüler zur Berufsvorbereitung auch wie man größere Vorhaben wie ein Brunch organisiert, Arbeitsabläufe und Einkäufe rationell und kostensparend gestaltet und Geräte wie Dampfkochtopf, Mixer, Pürierstab oder Schneidegeräte am zweckmäßigsten einsetzt.

Besonderen Spaß macht das Kochen dem 15-jährigen Elias aus der M 9 a, dessen Lachspastete mit Spinat gefüllt ein besonderer Genuss war. Während eines zweiwöchigen Schulpraktikums im Hotel Rebstock in Würzburg hinterließ der Oberdürrbacher einen so guten Eindruck, dass er gleich einen Lehrvertrag nach Ende seiner Schulzeit im September 2010 bekommt.

„Meine Mama kocht nicht gerne“ nannte Alexandra als Beweggrund, weshalb sie das Fach Hauswirtschaft belegte. Beruflich etwas ganz anderes machen will Carina, die den technischen Beruf Mechatronikerin erlernen will. „Kochen kann nicht schaden, wenn man einmal auf sich alleine gestellt ist“ meinte sie.

Bildbeilage: Prüflinge der Hauptschule Veits-höchheim im Fach Hauswirtschaft ließen sich über die Schulter schauen v.l.n.r. die Schulver-bands-Bürgermeister Markus Höfling (Thün-gersheim), Ernst Joßberger (Güntersleben), Konrektorin Martha Winter, Schulleiter Otto Eiß-ner und Rainer Kinzkofer (Veitshöchheim

 

11.05.2009

Firma Straub sponsert Loki-Schmidt-Beet im Schulgarten

(schulgarten2.jpg; 53 kB)
Seit 1980 kürt Loki Schmidt, die Frau des früheren Bundeskanzlers, die Blume des Jahres. Alpenglöckchen bis zur Wildtulpe reicht inzwischen die von ihr getroffene Pflanzenauswahl.

Zur Neugestaltung des Gartens der Hauptschule, erklärte sich die Landschaftsbaufirma Straub bereit, öffentlich zugängliche Beete mit bedrohten Pflanzenarten zu sponsern. So werden alsbald der Lungen-Enzian (1980), das Sommer-Adonisröschen (1984), die Arnika (1986), die Stranddistel (1987), das Sandknöpfchen , die Küchenschelle (1996), die Silberdistel (1997), der Purpurblaue Steinsame (2000), der Blutrote Storchschnabel (2001), das Hain-Veilchen (2002) und das Alpenglöckchen (2004) erblühen. Im Bild danken Zweiter Bürgermeister Oswald Bamberger (rechts) und Schulleiter Otto Eißner (links) mit Schülern der siebten Klasse der Sponsorin Anni Straub für das 63. Loki-Schmidt-Beet.

 

11.05.2009

Garten der Hauptschule neu gestaltet

(schulgarten.jpg; 66 kB)
Ein Schulgarten, der gleichermaßen eine Stätte der Kunst und der Natur ist, dieses Ziel realisierte der Förderverein der Hauptschule.

Als Beitrag zu Veitshöchheim blüht auf hatte Fördervereinsvorsitzender Sigi Hofmann die Idee, den 1990 modellhaft angelegten, über 2000 Quadratmeter großen Schulgarten zu neuem Leben zu erwecken.
Hilfestellung leistete dazu Landwirtschaftsdirektor Johannes Pitzer von der LWG-Landespflege. Seine Planung, die Beete zu reduzieren und die übrigen mit Rasenpflaster zu befestigen und mit zehn Muschelkalkquadern zum Sitzen auszustatten, überzeugte auch den Hauptausschuss der Gemeinde.

Das bis Ende April fertiggestellte neue Rasenpflaster kann nun zusammen mit der schon genauso gepflasterten Fläche vor dem Gartenpavillon als Einheit für schulische und außerschulische Veranstaltungen, für Konzerte, Freilufttheater oder Schulfeste genutzt werden.

Das Gelände soll, wenn es nach dem Willen von Schulleiter Otto Eißner geht, aufgrund seiner naturnahen Gestaltung mit parkähnlichem Charakter inmitten der umliegenden Bewegungs- und Spielräume künftig nicht nur als Klassenzimmer im Grünen, sondern auch als Natur-, Sinnes- und Ruheraum, als Aufenthaltsraum für die Pausen und in der Freizeit genutzt werden.

Einen dauerhaften Platz fanden im Schulgarten auch Kunstwerke. Die haben Schüler zusammen mit Künstlern gefertigt.

Unangetastet blieb bei der Umgestaltung der etwas abseits liegende Teichbereich, der sich zu einem ökologisch wertvollen Biotop entwickelt, vom Förderverein jedoch von Unrat gesäubert werden soll.

Realisiert wurde dank des Sponsorings von Anni Straub ein Loki-Schmidt-Beet mit seltenen Wildblumen.

 

11.05.2009

Jugendliche bemalen kunstvoll Verteilerkästen

(stromkasten.jpg; 59 kB)
„Ich finde es toll, dass wir dazu beitragen können, unseren Ort zu verschönern“, sagt Julia Mengler, Siebtklässlerin der Hauptschule Veitshöchheim.

Sie und ihre Mitschülerinnen Melanie Einberger, Julie Ziller und Jolanda Stengel haben unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin Jutta Bach in der Kirchstraße den ersten von 40 im öffentlichen Raum stehenden Verteilerkästen der Energieversorgung mit Wetterschutzfarbe bemalt.

Da sich das Malobjekt gegenüber der Hofgartenmauer befindet, hatten die Jugendlichen dazu passend als Mal-Grundlage ein Monet-Gemälde gewählt, auf dem sich Frauen über eine Mauer beugen.

Insgesamt sind es zehn Verteiler-Kästen, die die Hauptschule bemalt im Rahmen von „Veitshöchheim blüht auf“ bemalt.

Bei der Aktion mit machen zudem: die Rupert-Egenberger-Schule (fünf Kästen), das Jugendzentrum (drei Kästen), der AWO-Schulhort (ein Kasten) und die örtliche Künstlerin Elisabeth Maseizik, die Kästen im Rathaushof, an der Bilhildis-Tiefgarage gegenüber dem Hofgarten und im Vitus-Schulhof professionell verschönert.

 

04.05.2009

Hauptschüler als Aussteller beim Technikkongress in Bayeuth

(technik.jpg; 38 kB)
Neuntklässler der Hauptschule Veitshöchheim wurden kürzlich vom Kultusministerium zum Technikkongress an die Uni Bayreuth eingeladen.

 

Dort durfte die Fischertechnik-Gruppe um Technikfachlehrer Hermann Weininger im Audimax vor 600 hochrangigen Politikern, Vertretern der Wirtschaft und Offiziellen des Kultusministeriums an einem Stand ihre computergesteuerte Abfüllanlage für drei verschiedene Farbflüssigkeiten vorführen, heißt es in einer Presseinformation.

Weininger sieht in der Einladung auch eine Anerkennung für die außergewöhnlichen Leistungen der Schule als Referenzkunde der Firma Fischertechnik.

Diese seien in der Region einzigartig. Ziel des Kongresses war es, Naturwissenschaften und ihre technologische Nutzung noch stärker in das Bewusstsein junger Leute bereits in der Schule zu rücken.
 
So präsentierten im Foyer der Uni Bayreuth rund 40 Schulen aus Ober, Unter- und Mittelfranken und aus der Oberpfalz ihre Projektarbeiten.

Geschäftsführer Bertram Bossardt von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft bedauerte in seinem Grußwort, dass es an der technischen Orientierung in den Schulen noch nicht so richtig klappe.

Als ein gutes Beispiel, was an manchen Bayerischen Schulen und besonders an Hauptschulen im Bereich Technik passiere, gilt auch Veitshöchheim.

Am Stand der Veitshöchheimer Technikschüler machte sich auch Kultusstaatssekretär Marcel Huber ein Bild über ihre computergesteuerte Abfüllanlage, an der ein Förderband verschiedenfarbige Behälter anliefert.

Ein pneumatisch gesteuerter Greifarm übernimmt und bringt den Behälter zur Befüllstation. Dort wird die Farbe des Behälters ermittelt, um anschließend in der Anlage mit der richtigen Farbflüssigkeit befüllt zu werden.
 
Der Greifarm übergibt nach dem Befüllen den Behälter wieder an ein Förderband, der ihn zu einer weiteren Arbeitsstation zum Verschließen mit einem Deckel weitertransportiert .

Fachlehrer Weininger plant mit seinen Technikschülern für das nächste Jahr weitere interessante Projekte wie eine Autowaschanlage, ein Riesenrad und ein Hochregal.

 

26.04.2009

Die Steinzeit kennen lernen

Am 23.3.09 besuchten wir, die Schüler der Klassen 5a und 5b die Ausstellung über die Steinzeit im Mainfränkischen Museum auf der Marienburg in Würzburg.

Wir trafen dort eine Museumsführerin, die uns die verschiedenen Abteilungen (Alt- und Jungsteinzeit) zeigte. Dann erzählte sie uns, wie die Steinzeitmenschen damals gelebt haben. In einem Raum waren alle Erfindungen der Jungsteinzeit, darunter ein Bohrer, ein Webstuhl und ein Mahlstein mit Reiber. Wir durften die Geräte ausprobieren.
Später gingen wir in einen anderen Raum, in dem uns die Führerin erklärte, wie oder woraus damals Häuser gebaut wurden. Sie sagte, dass die Hausdächer aus Stroh und die Mauern aus Holz waren. Anschließend zeigte sie uns das Modell eines Langhauses, in dem Menschen und Tiere gewohnt hatten. Danach erzählte sie uns einiges über Ötzi, den Mann aus der Steinzeit.
Dieser Museumsbesuch hat uns allen viel Spaß gemacht und wir haben eine Menge neuer Erfahrungen sammeln können.
Farin Hoyka

 

16.03.2009

„Lernort Regierung 2009“

(PI-103_Lernort_2009_Auftakt.jpg; 724 kB)
Nach dem erfolgreichen Projektstart im Jahr 2001 geht der „Lernort Regierung" in diesem Jahr bereits in die neunte Runde. Den Auftakt machte heute der Besuch der M-Klasse 10a der Volksschule (Hauptschule) Veitshöchheim mit 17 Schülerinnen und Schülern.

„Unser Ziel ist es, die Regierung von Unterfranken sowie ihre Bedeutung für eine funktionierende Verwaltung bereits den Jugendlichen anschaulich zu machen“, erläutert Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer den Hintergrund für das Informationsprojekt.

 

Mit dem Projekt „Lernort Regierung“ ist beabsichtigt, die Regierung als „Mittelbehörde" der staatlichen Verwaltung und kompetentes Verwaltungszentrum für die Region transparent werden zu lassen sowie ihre Aufgaben, ihren Aufbau und die Arbeit der Regierungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vorzustellen. Die Regierung von Unterfranken bietet das Projekt „Lernort Regierung" für Schulklassen aller Schularten an.

 

Neben der allgemeinen Vorstellung über Aufbau und Aufgaben der Regierung als Mittelbehörde stand als Hauptthema „Datenautobahn statt Aktendeckel: Die Computerrevolution in der Behörde“ auf dem Programm. Dieses wurde in einem Grundsatzreferat vorgestellt und anschließend diskutiert. Schließlich gab es noch ein Regierungsquiz, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit dem neu erlangten Wissen glänzen konnten. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer empfing die Schülergruppe persönlich in seinem Dienstzimmer. Er zeigte sich erfreut über das anhaltend große Interesse der Schulen an dem Projekt „Lernort Regierung“ und empfindet die persönlichen Gespräche mit den Schülern als Bereicherung.

 

In diesem Jahr besuchen voraussichtlich wieder 10 Schulklassen die Regierung. Hierbei erhalten rund 230 Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Arbeit der Regierung von Unterfranken.

 

11.03.2009

Jolanda Stengel und Mia Simon gewannen

Kreisentscheid beim Vorlesen

(Bild2.jpg; 171 kB)
Wenn sich elf Sechstklässler, einige Geschwisterkinder und deren Eltern in einem Raum befinden, ist es normalerweise nie ganz ruhig. Nicht so aber beim Kreisentscheid des 50. Vorlesewettbewerbs des deutschen Buchhandels in der Würzburger Stadtbücherei. Während der Vorträge war es mucksmäuschenstill.

Eine schwierige Aufgabe hatte die fünfköpfige Jury vor allem im Bereich der Hauptschulen: Neun Kinder wetteiferten um den Sieg, der nicht nur Büchergutscheine im Wert von 20 Euro einbrachte, sondern auch zur Teilnahme am Bezirksentscheid berechtigt. Die Sechstklässler mussten sowohl unvorbereitet eine Stelle aus dem Buch „Ein Apfel ist ein komischer Pfirsich“ von Cynthia Lord vorlesen, als auch ein Stück aus ihrer Lieblingslektüre vortragen. Am Ende hatte Jolanda Stengel aus der Volksschule Veitshöchheim die Nase vorn.

Mit von der Partie waren auch die Hauptschulsieger aus Estenfeld, Gaukönigshofen, Gerbrunn, Helmstadt, Höchberg, Margetshöchheim, Röttingen und Unterpleichfeld.

In der Kategorie Gymnasien/Realschulen gingen nur zwei Teilnehmer an den Start: Hier gewann Mia Simon vom Veitshöchheimer Gymnasium.

Die Organisatorin des Vorlesewettbewerbs, Britta Kiersch vom Buchladen Neuer Weg, lobte alle elf Teilnehmer für ihre Leistungen. Bei der mitgebrachten Lektüre fiel ihr die große Zahl von „Pferdebüchern“ auf. Das lag wohl unter anderem daran, dass neun Mädchen und nur zwei Jungen sich dem kritischen Gehör der Jury stellten.

 

04.03.2009

Informationen für Hauptschüler

Im Beruf formen

Dass Hauptschüler gebraucht werden und die Betriebe es sich zur Aufgabe machen, diese jungen Leute im Beruf zu fordern und zu formen, offenbarte der Berufsinformationstag, den jüngst die Leiterin der Kompetenz-Werkstatt Theresia Öchsnerin Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Vorsitzenden des Fördervereins Sigi Hofmann an der Hauptschule Veitshöchheim organisiert hatte.

Sehr zur Freude von Rektor Otto Eisner stellten die Ausbilder von zehn Betrieben ihre Berufsbilder vor. In zwei Durchgängen konnten sich so die Schüler der siebten bis zehnten Klassen über die Anforderungen und Tätigkeitsbereiche von unterschiedlichen Ausbildungsberufen informieren.

Dabei waren Industrie- und Handwerksbetriebe wie Koenig & Bauer, Metallbau Lurz, die Industriedruckerei Stürtz und die Landbäckerei Weber. Ihre Ausbildungsmöglichkeiten stellten die Bundeswehr und die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau vor. Über Ausbildungsberufe im sozialen Bereich wie Altenpflegehelferin, Hauswirtschafterin, Sozialbetreuerin und Heilerziehungspflegehelferin informierten die berufsvorbereitenden Schulen wie die Klara-Oppenheimer-Schule, die Maria-Probst-Schule und die Berufsfachschule Halma.

Auch Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich fanden Interesse. Die Firmen Main-Center und VS Logistics stellten Berufe wie Einzelhandelskaufmann, Fachkraft für Lagerlogistik und Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung vor. Bernadettes Haarstudio machte den Friseurberuf schmackhaft.

 

18.02.2009

Sägen, schleifen, löten
Girls-Day: Schülerinnen entdeckten die Lust auf technische Berufe
Sägen, schleifen, löten: Fingerspitzengefühl war bei der „Technik-Rallye“ an der Eichendorff-Hauptschule gefragt. Rund 65 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6-8 erprobten im Rahmen des „Girls Days“ ihre technischen Fähigkeiten – und fanden Gefallen daran.

 

(p1.jpg; 50 kB)
Der von Tobias Haug vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft als Träger von „Technik – Zukunft in Bayern?!“ gestaltete Schultag sollte den Schülerinnen eine erste Orientierung in der Welt der technischen Berufe vermitteln und ihr Interesse für Praktika im technischen Bereich wecken.

Aufgrund der vielfältigen technisch-handwerklichen Aufgabenstellungen hätten viele Mädchen erfahren können, dass sie bei ihrer Berufsfindung keine Angst vor der Technik haben müssen und Berufe im Metall- oder Elektrohandwerk durchaus eine Alternative sind, Fasste Schulleiter Otto Eißner zusammen.

 

14.02.2009

Kolumbianischer Ministerpräsident besuchte Hauptschule

Mit Fischertechnik Schule machen

(n3.jpg; 93 kB)
Ungewöhnlichen Besuch hatte dieser Tage die Veitshöchheimer Hauptschule. Der Gouverneur der kolumbianischen Provinz del Meta war mit einer Delegation gekommen, um sich an einer deutschen Referenz-Schule von der Anwendung der Fischertechnik im Schulunterricht ein Bild zu machen.

Begleitet wurde Dorio Vásquez Sánchez dabei von seiner Bildungsministerin Malely Zárate Hernández und von Hansotto Boecker, dem Vertriebspartner der Firma Fischtechnik in Bogota.

Wie Boecker dolmetschte, lässt der Gouverneur in seiner 384 000 Einwohner zählenden, 75 Kilometer südlich von Bogota liegenden Provinzhauptstadt Villavicencio gerade eine neue Schule bauen.

Die soll hauptsächlich Kindern aus armen Familien eine Perspektive in technischen Berufen eröffnen soll und in der dazu die Fischertechnik zum Einsatz kommen soll.

Wie der Veitshöchheimer Fachlehrer Hermann Weininger seinen Gästen erläuterte, sei er dank der Baukästen in der Lage, seinen Hauptschülern im Fach „Technik und Handwerk“, durch eigenes Tun einen vertieften Einblick in die Berufsfelder Mechanik, Elektrik, Pneumatik und Steuerungstechnik zu verschaffen.

Mit den Roboter- und Pneumatikkästen ließen sich industrielle Anlagen aufbauen und die Steuerung mit dem PC erlernen. Enthalten seien darin auch Startersets wie beispielsweise eine Ampel, eine automatische Türe oder eine Garagenschranke aus dem Berufsfeld der Mechatronik.

Weininger entwirft und baut mit seinen Schülern aber auch eigene technische Anlagen und nimmt sie mit dem PC in Betrieb.

Die Veitshöchheimer Hauptschüler haben so auch einen autonomen mobilen Roboter gebaut, der seine Umwelt durch Sensoren erkennt und mit einem bestimmten Verhalten reagiert.

Voraussetzung sei es, neben den Bauelementen zum Bauen von Robotern, am PC den Roboter programmieren zu können.

Wie das funktioniert, konnte die kolumbianische Delegation beeindruckt sehen, als Hauptschüler von ihnen gebaute Industrieanlagen wie eine Schiffscontainer-Anlage oder eine Abfüllanlage für farbige Flüssigkeiten steuerten.

 

11.02.2009

Pokale und Plaketten als Lohn

(pokale2.jpg; 53 kB)
Die im Jahr 2008 erfolgreichen Schulsportler des Landkreises Würzburg und die herausragenden Athleten des LAZ-Kreises Würzburg trafen sich zur gemeinsamen Sportlerehrung im Musiksaal der Hauptschule Veitshöchheim.

Der Rimparer Otwin Hack freute sich in seiner Doppelfunktion als Geschäftsführer des seit 25 Jahren bestehenden Arbeitskreises Sport in Schule und Verein und als LAZ-Vorsitzender, dass zur Ehrung auch Vizelandrat Manfred Ländner und viele Bürgermeister gekommen waren.

Sie konnten erleben, dass der 1990 erfolgte Zusammenschluss der Leichtathletik treibenden Vereine TSV Güntersleben, TG Höchberg, TB Jahn Margetshöchheim, DJK Rimpar, TG Veitshöchheim und DJK Würzburg zum Leichtathletik-Zentrum (LAZ) nach wie vor von Erfolg gekrönt ist. Insgesamt waren es 35 Nachwuchstalente, deren 2008 erzielte Erfolge zweiter LAZ-Vorsitzende Wilfried Dilger ins rechte Licht rückte und mit Pokalen und Plaketten belohnte.

Bei deutschen Meisterschaften hervorragende Platzierungen erreichten in den Wurfdisziplinen Kristina Gehrig, Patrick Werner und Joschua Deckert und im Stabhochsprung Simone Langhirt und Artur Wollert. Alle fünf sind auch bayerische Titelträger. Vordere Plätze auf süddeutscher Ebene erreichten Mira Dold (Stab) und Claudia Sibilski (200 m).

In Bayern auf dem Siegertreppchen standen Lucia Volkheimer (Diskus), der Zehnkämpfer Matthias Küsters und die 200m-Staffel mit Kevin Ille, Philipp Neugebauer, Eric Bühler und Andreas Eyring.

Als unterfränkische Titelträger ausgezeichnet wurden Eva Baumann, Sina Guckenberger, Alica Fischer, Theresa Kuhn, Lea Michel, Franziska Krieger, Eva Häußler, Lukas Walz, Dominik und Nadja Jammal, Manuel Marko, Markus Schwerdtfeger, Alex und Frank Zehnter, David Weston, Thomas Schäd, Christian und Karen Ettinger, Amelie Seidenspinner, Julia Schwägerl, Maximilian Gerhard, Tilman Göbel, David Löhner, Marius Schmicker, Felix Heginger, Anna und Elisabeth Riepel, Alexandra Lenzen, Stefanie Belzel und Annemarie Volkheimer

Von 71 Schulsportmannschaften erreichten 2008 drei vordere Plätze beim Landesfinale. In der Leichtathletik Klasse III/2 kam hier bei den Mädchen die Volksschule Kleinrinderfeld auf Platz zwei (anschließend Rang sieben beim Bodensee-Schulcup) und bei den Jungen die Volksschule Veitshöchheim auf Platz drei. Im Volleyball errangen die Veitshöchheimer Jungs Platz zwei, nachdem sie zuvor das Nordbayerische Quali-Turnier gewonnen hatten.

 

30.01.2009

Ein Blick in die Welt der Medizin
Veitshöchheimer Hauptschüler schauten Ärzten der Uniklinik über die Schulter
(n1.jpg; 40 kB)
Das Projekt Intus lernten Neuntklässler des mittleren Zweiges der Veitshöchheimer Hauptschule bei einem Besuch der Würzburger Unikliniken kennen.

 

Am Ende gab es viel Lob, denn sie konnten selbst viel ausprobieren und haben nach eigener Einschätzung viel gelernt.

Der Leiter des interdisziplinären Trainings- und Simulationszentrum (INTUS) Professor Wolfram Voelker ermöglichte den Schülern dabei einen kleinen Einblick in die Welt der Medizin.

Intus ist eine neue Ausbildungs- und Forschungsplattform für operative und therapeutische Verfahren.

Außerdem geht es um die Erprobung neuer Produkte, bei der auch modernste Simulatoren und Trainingssysteme zum Einsatz gelangen, wie Voelker erklärte.

So informierte der Professor über Herzinfarkte und demonstrierte das Setzen eines Katheters an einem Simulator.

Das konnten die Schüler dann an einer Übungspuppe selber ausprobieren. Informationen aus dem Bereich Chirurgie gab die Ärztin Dr. Regina Niederle am Beispiel der Schlüsselloch-Operation.

Bei einem Reanimationskurs wurde den Schülern erklärt, was sie in Notfallsituationen tun müssen, um Menschen bei einem Herz-Kreislaufstillstand zu reanimieren. Auch diese lebensrettende Maßnahme konnten die Schüler an Puppen üben.

Interessant für die eigene Berufsfindung waren die Infos von Christine Steinmetz über die Ausbildungsberufe, die mit Mittlerer Reife an der Uniklinik zu erlernen sind wie Kauffrau im Gesundheitswesen oder Feinwerkmechaniker.

Christian Hanshans erläuterte verschiedene Lernprogramme für Medizinstudenten und Ärzte.

Zum Schluss teilten sich die Schüler in zwei Gruppen auf. Die erste bekam von einem Arzt an Modellen erläutert, wie man verschiedene Krankheiten erkennt.

An künstlichen Armen konnten die 15-Jährigen dann selbst ausprobieren, wie man Spritzen zum Blutabnehmen richtig setzt. Die zweite Gruppe erkundete derweil die Werkstätten der Computertechnik.

Zu guter Letzt stand noch eine Präsentation des Magen-Darm-Spezialisten Dr. Walter Burghardt über gesunde Ernährung auf dem Programm.

 

14.12.2008

Hauptschüler üben sich als Künstler

(DSC03137.jpg; 422 kB)
Bereits zum dritten Mal führte die Eichendorff-Hauptschule Veitshöchheim das Projekt „Kids & Kunst“ durch. Die Kinder hatten im Vorfeld die Möglichkeit, sich für verschiedene Workshops einzutragen, je nach Interesse oder Begabung. Die Woche vom 17. - 22. November stand dann ganz im Zeichen der Kunst. Es wurde gemeißelt, getöpfert, gedruckt und vieles mehr. Schüler, die keinen Platz in einem der vielen Angebote fanden, konnten an den kreativen Tagesarbeiten der Klassenlehrer oder Fachlehrer teilnehmen. Die von den Schülern gestalteten Werke, aber auch Exponate von Künstlern wurden am Samstag dem 22. November 2008 als gelungener Abschluss in der Aula der Hauptschule der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Besucher erwartete eine Vielfalt an künstlerischen Werken. Frau Kutzberger bot Acrylmalerei an, Herr Lang fertigte mit Schülern bemalte Skulpturen aus Ytong, Frau Kolb und Frau Lintl verzierten einen Teil der Außenfassade mit Mosaiken, Frau Kühlbrandt bot in ihrem Atelier die Workshops Speckstein, Tonen und Seifenbälle an. Ebenfalls in ihren Ateliers empfingen Frau Maseizik die Schüler zur Gestaltung von Holzstelen und Frau Grimm zum Töpfern. Weiter fertigten die Schüler in Workshops Keramikobjekte mit Herrn Lautenbacher, Steinskulpturen in Buntsandstein mit Herrn Tomaschewski und mit Frau Möller und Frau Nenzella Keilrahmen mit Serviettentechnik. Frau Schenk und Frau Leibold gestalteten Acrylkugeln, Lampen und Tonfiguren. Die künstlerischen Finger konnten sich die Schüler beim Bau einer Lebkuchenritterburg mit Frau Bandorf-Hanft schlecken und auch die Figuren aus Hefegebäck von Frau Gahn und Frau Vorndran-Miggenrieder luden zum Naschen ein. Ein Team von Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Herrn Arnold besuchte sämtliche Workshops, führte Interviews, schrieb kurze Berichte und machte viele Bilder, die auf der Schulhomepage (www.hauptschule-veitshoechheim.de) betrachtet werden können.

Einen Erlös zugunsten des Vereins der Förderer und Freunde der Hauptschule Veitshöchheim e.V. brachte eine Versteigerung einiger Objekte aus dieser Projektwoche.

 

10.10.2008

Ausbildungsplätze für alle Schüler

(oechsner.jpg; 51 kB)
Gute Nachricht für die Hauptschule: Die Sozialpädagogin Theresia Öchsner, die Jugendliche auf den beruflichen Einstieg vorbereitet, kann sich seit Beginn des neuen Schuljahres nun ganztägig dieser Aufgabe widmen. 2007 hat sie als Halbtagsbeschäftigte, das vom Hauptschul-Förderverein initiierte Projekt Kompetenz-Werkstatt zur vertieften Berufsorientierung gestartet.

Das im Zusammenspiel von Schule, Gemeinde und Betrieben von den Jugendlichen gut angenommene Angebot kann durch die Vollbeschäftigung der Sozialpädagogin wesentlich erweitert werden.

Möglich machen dies weitere Finanzmittel aus München, die der Landtag im Nachtragshaushalt zur Verfügung stellte.

Der Leiter der Agentur für Arbeit, Eugen Hain, hatte deshalb Landtagsabgeordnete und Betroffene zum Pressegespräch in die Hauptschule eingeladen.

Zehn neue Projekte

Die Hälfte der Kosten für die Beschäftigung der Sozialpädagogin trägt weiterhin die Arbeitsagentur aus Bundesmitteln.

Die andere Hälfte mussten bisher die Kooperationspartner der Schule, der Förderverein und die Gemeinde, alleine tragen.

Wie der bisherige Landtagsabgeordnete Manfred Ach sagte, könne die Agentur für Arbeit in ihrem Bereich zunächst bis 2010 neben den 40 laufenden Projekten nun auch für zehn weitere Schulen die vom Kultusminister angestrebte „vertiefte Berufsorientierung sicherstellen“.

Im Raum Würzburg sind dies neben Veitshöchheim und fast allen Stadtschulen auch die Volksschulen in Höchberg, Rimpar, Waldbüttelbrunn, Helmstadt und Gaukönigshofen.

Besonders erfreut über die Ausweitung des Angebots zeigte sich Schulleiter Otto Eisner. Er hat nämlich nicht nur die Schulnoten im Auge. Er möchte vielmehr, dass seine Hauptschüler, wenn sie abgehen, den Anforderungen der Ausbildungsbetriebe noch mehr gewachsen sind.

Dazu sollen die 45 Achtklässler nach einem Schnupperpraktikum sieben Wochen lang jeden Dienstag zum Praxistag in denselben Betrieb kommen.

Öchsner übernimmt dabei die Rolle der Praktikumsmanagerin. Sie soll in dieser Funktion weitere Partnerbetriebe als außerschulischen Lernort gewinnen, eine Betriebsdatenbank aufbauen und die Berufsneigungen der Schüler testen.

Hilfe für Risikoschüler

Wie die Sozialpädagogin beim Pressegespräch sagte, gilt ihre Hauptsorge weiterhin den abschlussgefährdeten Risikoschülern aus den achten und neunten Klassen. Diese Jugendlichen stammen meist aus sozial benachteiligten Familien, sind vielfach schulmüde und haben in ihrem Sozialverhalten Defizite.

Schulrat Erwin Pfeuffer hofft, dass durch den Einsatz einer Sozialpädagogin auch Risikoschüler einen Ausbildungsplatz finden. Wie Agenturleiter Hain sagte, habe die Zahl der Arbeitsplätze für Ungelernte in den letzten Jahren erschreckend abgenommen.

 

07.10.2008

Schulgarten der Hauptschule soll multifunktional genutzt werden

(hschschulgartenvorbesprechung.jpg; 371 kB)
Im Rahmen des Wettbewerbs "Veitshöchheim blüht auf" hat sich der Förderverein der Hauptschule zum Ziel gesetzt, den beim Bau der Freisportanlage 1990 errichteten Schulgarten der Hauptschule zu neuem Leben zu erwecken und ihn einer multifunktionalen Nutzung zuzuführen.
Fördervereinsvorsitzender Sigi Hofmann lud Ende September 2008 zur Ortseinsicht ein, um mit Rektor Otto Eißner, Herrn Pfitzer von der Abteilung Landespflege der LWG, Gärtnermeister Sebastian Heller, Hausmeister Volker Wendinger und dem Eigenheimerbund-Vorsitzenden Herbert Mennig eine Bestandsaufnahme zu machen und das weitere Vorgehen abzuklären.

Die schulische Nutzung des 1990 modellhaft angelegten Schulgarten ist in den letzten Jahren aufgrund des geänderten Lehr- und Stundenplans der Hauptschule mehr und mehr zurück gegangen.

Der Schulgarten hat sich jedoch in den letzten Jahren aufgrund seiner naturnahen Gestaltung zu einer Oase im Grünen mit parkähnlichem Charakter inmitten der umliegenden Bewegungs- und Spielräume entwickelt und bietet sich somit an, nicht nur als Klassenzimmer im Grünen, als Natur-, Sinnes- und Ruhe-Raum, sondern auch als Aufenthaltsraum für die Pausen und in der Freizeit und multifunktional auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt zu werden.

Konzeptionell kann die Schulgartenarbeit für die fächerübergreifende Arbeit genutzt werden. Sie kann Motivation zum Lesen und Schreiben von Sach- und Gebrauchstexten sein Beobachtungsprotokolle,Tagebücher, Skizzen, Rezepte, Vorgangsbeschreibungen).

Weitere sachunterrichtliche (soziale und historische) Zusammenhänge können erschlossen
werden (Landwirtschaft früher und heute, Beruf des Bäckers, Erzeugung von Nahrungsmitteln, Bestandteile und Zubereitung von Mahlzeiten, gesunde Ernährung).

Neben dem Verstehen biologischer Sachzusammenhänge können die Kinder im Schulgarten Grunderfahrungen (Jahreszeitenrhythmus) sammeln und vertiefen und lernen, dass und wie Vorgänge im Naturhaushalt vom Menschen beeinflusst werden können. Der Schulgarten bietet einen geeigneten Rahmen für Kinder, eigene Informationen und Materialien zum jeweiligen Thema einzubringen.

Ursprünglich wurde im Schulgarten für jede Klasse eine Gemüsegartenfläche angelegt. Für Schulgartenarbeit für jede Klasse wie auf dem gestellten Bild zu sehen, lässt jedoch der Lehrplan der Hauptschuledem keinen Raum mehr.

 

Bei der Ortseinsicht bestand Übereinstimmung, dass die in drei Sektoren angeordneten Nutzgarten-Beetflächen in dieser Größenordnung für den Schulbetrieb überdimensioniert sind, deshalb mehr und mehr verwildern. Vorgeschlagen wird:

Die Beet-Nutzflächen werden bis auf 3 Nutz-Beete am Rand zum Säen, Ernten und Verarbeiten von Kräutern und Gemüse reduziert (davon eines als Kräuter-Hochbeet)
Die Restflächen werden mit Rasenpflaster befestigt (ca. 105 m²) und mit 3 Sitzpodesten und 7 Muschelkalkblöcken mit Holzauflagen ausgestattet. (ermöglicht Nutzung als Ruhe-Raum, in denen sich Schüler in kleinen Gruppen treffen können. Sitzgelegenheiten und Nischen bieten Platz für ungestörte Kommunikation.
Die neue Rasenpflasterfläche kann zusammen mit der bestehenden vor der Hütte als Einheit für schulische und außerschulische Veranstaltungen (z.B. auch Konzerte, Freiluft-Theater oder Schulfeste u. a.) genutzt werden.
Wasseranschlussstelle muss verlegt werden. Stromanschluss sollte geschaffen werden (auch um Illumination in den Abendstunden zu ermöglichen).

Zur Begrenzung und Abschirmung ist am südlichen Rand zum Eingang hin ein Beerenobst-Spalier vorgesehen.
Die beiden Wiesenflächen zu beiden der Seiten der Rasenpflasterflächen möchte der Förderverein Künstlern für Skultpturen im Rahmen des Projekts "Kids und Kunst" zur Verfügung stellen.

Den Aufwand für die Umgestaltung schätzt Herr Pfitzer auf ca. 14.000 € (ohne Beleuchtung und Stromversorgung und Instandsetzung Hüttendach und Pergola).

 

07.08.2008

Veitshöchheim: Ein Sprungbrett für Real- und Hauptschüler

 

Hauptschule Veitshöchheim: 43 schafften die mittlere Reife und 19 den Quali

Stolz auf das, was seine Entlass-Schüler in den vergangenen Wochen geleistet haben, war Rektor Otto Eisner bei der Abschlussfeier der Hauptschule Veitshöchheim. Besonders freute ihn, dass von den 43 Schülern der beiden zehnten M-Klassen, die heuer alle an seiner Hauptschule den mittleren Schulabschluss schafften, 16 mit der Note 2 oder besser abschlossen.

13 von ihnen wechseln so auf die Fachoberschule (FOS), drei gar in eine Gymnasiums-Übergangsklasse. Alle anderen haben laut Schulleiter eine qualitativ hochwertige Ausbildung in Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbereich in petto.

Aber auch die 19 Schüler aus den Regelklassen, die den Qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichten, konnten größtenteils bereits eine Ausbildung vor allem im Handwerk und im Einzelhandel finden.

Eisner verhehlte aber auch nicht, dass es für die 13, die dieses Ziel nicht erreichten, schwer sei, eine Lehrstelle zu finden. Diese müssten nun entweder die neunte Klasse wiederholen oder eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme in Anspruch nehmen.

Der Rektor versäumte es nicht, all denen zu danken, die sich als Theaterspieler, Streitschlichter oder als Mitglied der Sportmannschaften über den Unterricht hinaus einsetzten.

Als Prüfungsbeste beim Mittleren Abschluss zeichnete der Schulleiter die Veitshöchheimer Marcel Heidingsfelder und Timo Schrüfer sowie Samantha Schäffer aus Güntersleben aus. Erfolgreichste Hauptschüler beim Qualifizierenden Abschluss waren die Veitshöchheimer Ruth Rueda Hauck und David Pfister sowie Marcel Weid aus Thüngersheim.

Der Thüngersheimer Bürgermeister Markus Höfling wünschte den Jugendlichen stellvertretend für die Bürgermeister des Schulverbandes alles Gute und viel Erfolg für ihren nächsten Lebensabschnitt.

 

15.06.2008

Der Bürgermeister geriet ins Schwärmen

Unter dem Motto „Sommer, Strand, Meer“ servierten Prüflinge der beiden neunten Abschlussklassen an der Veitshöchheimer Hauptschule ein geschmackvolles Menü.

Veitshöchheim (gz) Unter dem Motto „Sommer, Strand, Meer“ servierten Prüflinge der beiden neunten Abschlussklassen an der Veitshöchheimer Hauptschule ein geschmackvolles Menü. Bürgermeister Rainer Kinzkofer war auf Einladung der Hauswirtschaftslehrerinnen Renate Gahn und Monika Bandorf-Hanft zum Probieren gekommen. Sein Urteil: „Hervorragend“. Das Fach Hauswirtschaft erfreut sich an der Hauptschule auch beim männlichen Geschlecht großer Beliebtheit. Unter den 18 Prüflingen, die in der modernen Schulküche an drei Tagen in zweieinhalb Stunden nach gezogenen Rezeptkarten eigenständig eine Menüfolge kreieren mussten, waren auch acht Jungs. Neben Kenntnissen über eine gesunde Ernährung lernen die Schüler zur Berufsvorbereitung auch wie beispielsweise ein Brunch organisiert oder Arbeitsabläufe rationell und kostensparend gestaltet werden. Wie die Lehrerinnen der beiden neunten Abschlussklassen berichteten, sieht es heuer leider sehr schlecht aus, was die Berufsaussichten betrifft.

 

15.06.2008

Klassenrat hilft bei Konfliktbewältigung

Die guten Erfahrungen mit der Jugendsozialarbeit an Schulen an sechs Landkreis-Schulen macht den Verantwortlichen Mut. Der Jugendhilfeausschuss beschloss, diese wichtige Arbeit durch einen Kooperationskreis zu fördern und weiterzuentwickeln.
Die guten Erfahrungen mit der Jugendsozialarbeit an Schulen an sechs Landkreis-Schulen macht den Verantwortlichen Mut. Der Jugendhilfeausschuss beschloss, diese wichtige Arbeit durch einen Kooperationskreis zu fördern und weiterzuentwickeln. Dazu trafen sich die Schulleiter, die Sozialarbeiter, die Träger der Schulen und Verantwortliche des Jugendamtes.

Derzeit gibt es im Landkreis sechs Schulen mit Jugendsozialarbeit, die von Landkreis und Staat gemeinsam finanziert wird: die Förderschulen Höchberg und Veitshöchheim sowie die Hauptschulen Ochsenfurt, Veitshöchheim, Gaukönigshofen und Höchberg. Zwei neue Bewerber sind die Hauptschulen in Gerbrunn und Waldbüttelbrunn.

Beim Erfahrungsaustausch profitierten die Neuen besonders von den Erfahrungsberichten aus der Rupert-Egenberger-Schule. Hier läuft die Sozialarbeit bereits im zehnten Jahr äußerst erfolgreich. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Schul- und Sozialpädagogen bei unterschiedlichen Aufgabenstellungen erfordert am Anfang viel Zeit, gegenseitiges Wissen voneinander und Vertrauen“, so Konrektorin Petra Walpuski.

Kreisjugendpfleger Stephan Junghans vermittelte die Methode „Klassenrat“, bei der es um Konfliktbewältigung und gemeinsame Lösungsfindung der Schüler geht. Außerdem erklärte er weitere Methoden der pädagogischen Arbeit, wie zum Beispiel das „Ganze Haus“, bei dem es um Selbstsicherheit und ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit geht. Marlies Juchoff, Rektorin an der Hauptschule Gerbrunn, wünscht sich vor allem „authentische Erziehungspersonen, die von den Jugendlichen angenommen und akzeptiert, aber auch respektiert werden.“

Hermann Gabel, Leiter des Amtes für Jugend und Familie, räumte den Neuanträgen aus dem Landkreis gute Chancen ein. Im Landkreis Würzburg gibt es neben dem Landkreis Hassberge die meisten Projektstandorte in Unterfranken. Außerdem fördert der Landkreis auch unabhängig von der staatlichen Förderung.


30.03.2008

Schüler der Hauptschule sollen praxisnah ans Berufsleben herangeführt werden

BIT
An der werden zurzeit zehn Regelklassen mit 204 Schülern und fünf M-Klassen mit 117 Schülern unterrichtet. Um Schüler und Eltern im Berufswahlprozess zu stärken, knüpfte die Schulleitung ein ganzes Netz aufeinander bezogener Maßnahmen.

Dem Ziel, die Schüler praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten, diente auch der kürzlich erstmals zusammen mit dem Förderverein durchgeführte Berufsinformationstag (BIT). 160 von 219 Schülern der Klassen sieben bis neun nutzten mit ihren Eltern das Angebot, sich von elf Betrieben in 25 Vorträgen ein Bild von Berufen zu machen, die mit Abschlüssen der Hauptschule erlernt werden können.

Die intensive Information über Inhalte und Voraussetzungen für bestimmte Berufe sollte die Jugendlichen in die Lage versetzen, ihre Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen und bei der Berufswahl eine gewisse Zielsicherheit zu erhalten. Besonders bei den Schülern gefragt waren metallverarbeitende Berufe sowie Hauswirtschafts- und Pflegeberufe.

Auf der anderen Seite brauchen Firmen und Institutionen verstärkt qualifizierten Nachwuchs. Innungsobermeister Peter Killinger: „Wir suchen händeringend qualifizierte Arbeitskräfte. Die finden wir in der Hauptschule.“

Personalchef Franz-Martin Lauter von KBA Metronic, dem Ausbildungspakt-Partner der Hauptschule Veitshöchheim, versicherte: „Wir bieten jedem Veitshöchheimer Hauptschüler, der bei uns gelernt hat, eine Stelle.“ So konnten bereits Kontakte hergestellt und der Austausch mit Ausbildern gepflegt werden.

Der Rektor der Hauptschule, Otto Eisner, und Bürgermeister Rainer Kinzkofer dankten den beteiligten Betrieben Namentlich sind das: Autoforum Häfner, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Bernadettes Haarstudio, Clara-Oppenheimer-Schule, KBA-Metronic AG, Autohaus Keller, Malerbetrieb Killinger, Koenig & Bauer AG, Lurz Metallbau und Konstruktionstechnik, Schreinerei Labisch und VS Logistics Warehouse GmbH.

 

 

30.03.2008

Kreative Hauptschüler

(kunst.JPG; 77 kB)
Veitshöchheim (gz) „Sport verbindet – Miteinander ohne Grenzen“ so hieß heuer der internationale Malwettbewerb der VR-Banken, an dem sich auch 150 Schüler aus den fünften bis neunten Klassen der Hauptschule Veitshöchheim beteiligten. Groß war die Freude bei den Jahrgangsstufen-Besten Fabian Erdle, Marcel Heidingsfelder, Tanja Hausknecht, Elias Brune und Sabrina Wendinger, denen Gabriele Wenker (rechts) von der örtlichen VR-Bank jeweils als ersten Preis einen Sport-Rucksack verleihen konnte. Für die zweiten Sieger gab es einen Basketball, für die Drittplatzierten ein Beachballset sowie Trostpreise für alle übrigen Teilnehmer. Mit den Schülern freute sich auch Rektor Otto Eisner (Zweiter von rechts).

 

01.02.2008

UWG spendet 1000 Euro

spende
Veitshöchheim (gz) Alfons Pfannes (Zweiter von links), Vorsitzender der Unabhängige Wählergemeinschaft – Freie Wähler Veitshöchheim, überreichte bei der Wahlauftaktveranstaltung der Vereinigung im Gasthaus „Blaue Traube“ gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Rosa Wittstadt und dem UWG-Fraktionssprecher und Gemeinderats-Spitzenkandidaten Winfried Knötgen (Zweiter von rechts) einen Scheck über 1000 Euro an Sigi Hoffmann (rechts). Er ist Vorsitzender des Vereins der Förderer und Freunde der Eichendorff Volksschule Veitshöchheim. Mit dem Zuschuss will die UWG die Personalkosten für eine Diplom-Sozialpädagogin fördern, die Hauptschülern den Übergang ins Berufsleben erleichtert. Das Geld stammt aus dem Budget für Wahlwerbung.

 

15.01.2008

Seit 25 Jahren dabei!

Volker Wendinger
Sein 25. Jubiläum im öffentlichen Dienst feierte der gebürtige Veitshöchheimer Volker Wendinger. Seit Mitte 1998 betreut der leidenschaftliche Fan der Münchener Löwen als Hausmeister auch die neue Dreifachturnhalle mit Lehrschwimmbecken und seit Januar 1999 die gesamte Eichendorff-Grund- und Hauptschule mit insgesamt 700 Schülern. Den Jubilar zählt Bürgermeister Rainer Kinzkofer zu seinen wertvollsten Mitarbeitern, der seinen großen Verantwortungsbereich im Schul-Sportzentrum im Spannungsfeld zu Schülern, Lehrern und Leistungs- und Breitensportlern äußerst zuverlässig und eigenständig versehe. Zu seinem Jubiläum gratulierten Bürgermeister Rainer Kinzkofer (links) und Personalratsvorsitzender Stefan Oppmann (rechts).

 

20.12.2007

Fischertechnik sponsert Veitshöchheimer Hauptschule
Die Veitshöchheimer Hauptschule firmiert seit einigen Jahren schon als „Technik-Akademie Bayern“ der Lehrmittelfirma LPE nicht zuletzt wegen der hohen Kompetenz ihres Fachlehrers Hermann Weininger.

Der Fachleiter ist auch für die Fischertechnik GmbH ein gefragter Experte, hat er doch erst jüngst zur Unterrichtsgestaltung ein diktaktisches Begleitbuch für deren neuen „Robo Explorer-Baukasten“ erstellt. Weininger verzichtete dabei bewusst zugunsten seiner Schule auf ein Honorar. Im Gegenzug übergab nun Hartmut Knecht, Leiter der Fischertechnik- Entwicklung und –Produktion Werkkästen für den Schulunterricht im Wert von über 2000 Euro.
Knecht lobte Weiningers Arbeit. Ihm sei es in seinem in sechs Sprachen übersetzten Begleitbuch gelungen, eine reichlich komplizierte Materie verständlich und didaktisch sehr gut zu konzipieren. Die Roboter, die mit Robo-Explorer konstruiert werden können, "begreifen" ihre Umwelt durch Helligkeitssensoren und Taster. Damit können sie beispielsweise einer Lichtquelle folgen und Hindernisse erkennen. Und darauf so reagieren, wie der Programmierer es wünscht.
Durch die großzügige Fischertechnik-Spende werden nun laut Weininger auch seine Hauptschüler im Fach „Technik und Handwerk“ in die Lage versetzt, durch eigenes Tun einen vertieften Einblick in die Berufsfelder Mechanik, Elektrik, Pneumatik und Steuerungstechnik zu erhalten. Mit den Roboter- und Pneumatikkästen lassen sich industrielle Anlagen aufbauen und die Steuerung mit dem PC erlernen. Enthalten sind darin auch acht Startersets wie beispielsweise eine Ampel, eine automatische Türe oder eine Garagenschranke aus dem Berufsfeld der Mechatronik. Es können aber auch eigene technische Anlagen entworfen, gebaut und mit dem PC in Betrieb genommen werden.
Ziel ist ein Industriepark OBO EXPLORER
Besonders freut sich Weininger, dass er nun im Schul-Werkraum über den Baukasten „Robo Mobile set“ verfügen kann. Das Einstiegs-Set beinhaltet nämlich alle Komponenten, um schon einen autonomen mobilen Roboter bauen zu können, der seine Umwelt durch Sensoren erkennt und mit einem bestimmten Verhalten reagiert. Damit das funktioniert, sind neben den Bauelementen von Fischertechnik, aus denen der Roboter gebaut wird, auch ein PC notwendig, auf dem die Software läuft, mit dem der Roboter programmiert werden kann. Kernstück ist das sogenannte "Interface" am Roboter, das im Gegensatz zu den LEGO-Baukästen eine Funktionsvielfalt ermöglicht. Denn neben der Verbindung zum PC, damit die Programme, die das Verhalten des Roboters bestimmen, auf den Roboter übertragen werden enthält es gleich ein Dutzend Eingänge für Sensoren und vier Ausgänge für Motoren, Lampen oder Summer. Sobald ein Sensor ein Hindernis feststellt, reagiert ein Motor, um etwa den Roboter rückwärts fahren zu lassen.
Wie Weininger sagt, ist die Programmiersprache Robo Pro auf dem PC grafisch orientiert und recht leicht verständlich. Die Programme können per USB oder seriellem Kabel auf das Interface am Roboter übertragen werden. Dort können sie wahlweise im Flash-Speicher abgelegt werden, so dass sie auch bei Stromabschaltung des Roboters erhalten bleiben und nicht jedes mal neu vom PC überspielt werden müssen.
Die Möglichkeiten, die in diesem System stecken, sind für den Fachlehrer praktisch unbegrenzt. Denn das Fischertechnik-Interface lasse sich mit Erweiterungsmodulen so ausbauen, dass damit 16 Motoren und an die 40 Sensoren angesteuert werden können. Künftigen Roboter-Projekten sind daher laut Weininger eigentlich nur zwei Grenzen gesetzt: die eigene Kreativität - und die Anzahl der vorhandenen Bauteile. Weininger hat sich deshalb das Ziel gesetzt, in der Schule mit der qualitativ hochwertigen, langlebigen und praktisch "unkaputtbaren" Fischertechnik nach und nach einen richtigen Industriepark aufzubauen.
Bildbeilage:
Große Freude in der Hauptschule über eine großzügige Spende der Firma Fischertechnik. Im Bild v.r.n.l. Hartmut Knecht, Leiter der Fischertechnik-Entwicklung und –Produktion, Bürgermeister Rainer Kinzkofer als Vertreter des Schulaufwandsträgers, Fachlehrer Hermann Weininger und Rektor Otto Eisner.

 

2.10.2007

Hauptschule Veitshöchheim auf der EMO 2007 in Hannover
Vom 17. - 22. September 2007 vermittelten VDW und DMG Trainings-Akademie mit 24 weiteren Kooperationspartnern auf rund 1.200 qm2 in Halle 25, Stand C03, Technik live. Im Rahmen der Berufsfindung lud die Firma Gildemeister 36 technikinteressierte Schüler und Schülerinnen aus den 8., 9. und 10 Jahrgangsstufen der Hauptschule Veitshöchheim am 21. September zur größten Maschinenbaumesse nach Hannover ein.

In einer Sonderschau – „Jugend“ zeigten sie Werkzeugmaschinen und Roboter in Aktion, präsentierten ihre Leistungen und Angebote für den Nachwuchs. IHK und Agentur für Arbeit informierten über den Einstieg in Ausbildungsberufe. Aussteller, Ausbilder, Auszubildende und Berufsanfänger standen unseren Schüler Rede und Antwort. Videoclips und Filme rundeten die Sonderschau ab. Ausbildungsplätze, Praktika und Angebote für Schulabgänger wurden vor Ort durch "KIM - Karriere im Maschinenbau", das Internetportal des VDMA, vermittelt. Alle Firmen legten großen Wert auf praxisorientierte Information. So konnten z. B. die Teilnehmer ersten Erfahrungen in der Programmierung einer CNC-Maschine gewinnen oder eine technische Zeichnung am Computer erstellen. Besonders unsere weiblichen Teilnehmer konnten feststellen, dass ein technischer Beruf – und gerade das Berufsfeld Maschinenbau auch ihnen Perspektiven für eine Berufsausbildung und späteren Beruf bieten.