Lust machen auf technische Berufe
Seit April gehen die Bildungsreferenten Michael Stoß und Martin
Hillebrand vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft bayernweit in 20
Schulen von Rosenheim bis Aschaffenburg, um mit einer von ihnen
gestalteten Technik-Rallye Mädchen für technische Berufe zu begeistern.
Nun kamen sie jüngst in die Veitshöchheimer Hauptschule, wo 60
Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen fünf bis acht sich in vier Gruppen
auf den aufgebauten Technik-Parcours wagten, um ihre technischen
Fertigkeiten zu erproben, wie sägen, schleifen, löten, Kabel abklemmen.
„Ich mag werkeln“, meinte die zwölfjährige Hubra Günes, die ein
Willkommensschild für ihr Zuhause sägte und mit dem Lötkolben Buchstaben
auftrug. Der so gestaltete Schultag, resümierte Rektor Otto Eisner,
habe den Schülerinnen eine erste Orientierung in die Welt der
technischen Berufe vermittelt und ihr Interesse für Praktika im
technischen Bereich geweckt. Zusammen mit Theresia Öchsner von der
Handwerkskammer Service GmbH hatte Eisner mit finanzieller Unterstützung
durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Gabi
Rottmann-Heidenreich diesen „Girls-Day“ an seiner Schule angeboten.
Aufgrund der technisch-handwerklichen Aufgabenstellungen hätten viele
Mädchen erfahren, dass sie bei ihrer Berufsfindung keine Angst vor
Hammer und Bohrer haben müssen und Berufe im Metall- oder
Elektrohandwerk für sie durchaus eine Alternative sind. Im Bild:
(hinten, von links) Bürgermeister Rainer Kinzkofer, die
Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Gabi Rottmann-Heidenreich,
Rektor Otto Eißner, die Berufsorientierungsberaterin der Hauptschule
Theresia Ochsner und Bildungsreferent Martin Hillebrand vom Bildungswerk
der Bayerischen Wirtschaft.
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